Die neue Steuerungs-Generation FX5 hat alles an Bord, um bis zu vier Servo-Achsen anzusteuern.

Die neue Steuerungs-Generation FX5 hat alles an Bord, um bis zu vier Servo-Achsen anzusteuern.Mitsubishi Electric

Mit über 13 Millionen verkauften Einheiten ist die FX-Serie für Mitsubishi eine wichtige Baureihe, vergleichbar mit dem Golf für Volkswagen. Entsprechend sorgfältig wurde die neue Generation austariert und mit einer umfangreichen Serienausstattung ins Rennen geschickt. Mit ihrem im Vergleich zur Vorgängerin dreifach schnelleren Prozessor steigert die Kompakt-SPS die Systemleistung. Mit integrierten Funktionen wie Hochgeschwindigkeitszählern und -impulsausgängen, einer Ethernet-Schnittstelle sowie analogen I/Os ist die FX5-Serie nicht nur für den modernen Maschinenbau gerüstet. Auch schwierigere Positionieraufgaben mit bis zu vier Achsen erledigt die Steuerung ohne zusätzliche Module. Funktionen wie schnelle Zähler und Pulsausgänge bis zu einer Frequenz von 200 KHz gehören zur Serienausstattung. Ein SD-Kartensteckplatz ermöglicht die schnelle und einfache Erfassung und Verarbeitung von Produktionsdaten. Zusammen mit der vereinfachten Migration in andere Steuerungsfamilien steigert das die Integrationsfähigkeit mit den anderen Automatisierungskomponenten von Mitsubishi Electric, etwa den neuen Bedienpanels oder Frequenzumrichtern.

Die neue Umrichtergeneration FR-A800 von Mitsubishi Electric wurde speziell für den klassischen Maschinen- und Anlagenbau entwickelt.

Die neue Umrichtergeneration FR-A800 von Mitsubishi Electric wurde speziell für den klassischen Maschinen- und Anlagenbau entwickelt.Mitsubishi Electric

Die Grundgeräte sind mit 32, 64 und 80 I/Os ausgestattet und auf bis zu 256 I/Os erweiterbar. Als Ausgänge stehen digitale Relais- und Transistorversionen zur Wahl. Über diverse Netzwerke (CC-Link, CC-Link IE Field, Ethernet, Profibus, Profinet) ist eine Erweiterung auf bis zu 512 I/Os möglich. Zudem ist die FX5-Serie durchgängig abwärtskompatibel, was eine einfache Migration von FX3-Projekten ermöglicht. Mithilfe eines Bus-Konverters lassen sich Erweiterungsmodule dieser Serie nutzen.

High-End-SPS: Security und Safety an Bord

Europa-Premiere feiert das Steuerungskonzept Melsec iQ-R, bei dessen Weiterentwicklung neben der Leistungssteigerung Themen wie Security und geringerer Engineeringaufwand im Pflichtenheft standen. Für einen umfassenden Schutz des geistigen Eigentums sorgen diverse Sicherheitsfunktionen wie ein zusätzlicher Security Hardware Key, IP-basierter Zugriffs-Filter sowie die Nutzer-Authentifizierung. Verbesserte Debugging- und Fehlerbehebungsfunktionen reduzieren den Aufwand bei der Inbetriebnahme und Instandhaltung. Zu diesen Funktionen zählen die Erstellung der Betriebshistorie wie auch Fehler- und Ereignisprotokolle. Die neue Programmiersoftware GX Works3, die Bestandteil der integrierten Entwicklungsumgebung iQ Works ist, bietet unter anderem dynamische Label, Parametrierung statt Programmierung, die automatische Erstellung von Hardware-Funktionsblöcken sowie visuelle Funktionsblöcke mit HMI-Template – eine Anleihe aus der Engineering-Lösung Maps, der südafrikanischen Firma Adroit, an der Mitsubishi Electric beteiligt ist.

Safety und Security-Funktionen kennzeichnen die Multi-CPU-Plattform iQ-R.

Safety und Security-Funktionen kennzeichnen die Multi-CPU-Plattform iQ-R.Mitsubishi Electric

Das Systemdesign des modularen Multi-CPU-Systems erlaubt die Integration von Standard- und Sicherheitssteuerung in einem Baugruppenträger. Passende digitale Safety-I/O-Module sind ebenfalls verfügbar. Zudem besteht die Möglichkeit zur Anbindung an offene Netzwerke, wie CC-Link, CC-Link IE Field, Profibus und Profinet. Des Weiteren stehen dem Anwender diverse integrierte Kommunikationsprotokolle zur Verfügung, um die Anbindung so einfach wie möglich zu gestalten.

Interessanter Cocktail: SPS-Tool mit
Process Engineering kombiniert

Die aus der Kooperation mit der südafrikanischen Firma Adroit Technologies entstandene Engineering-Umgebung Maps 3.0 (Mitsubishi Adroit Process Suite) integriert neben der Programmier-Software GX IEC Developererstmals auch Mitsubishis SPS-Programmiersoftware GX Works2. Adroit steht wiederum für ‚Advanced, Distributed, Real-time, Object-oriented, Intelligent, Toolkit‘. Mitsubishi bezeichnet Maps als HMI/Scada-Software für das Life-Cycle-Management. Primär für Anwendungen in den Prozessindustrien entwickelt, erfolgt das Engineering entsprechend: objektorientiert auf Basis von Bibliotheken, die Typicals und Funktionsbausteine für die Steuerungs-Controller und die Visualisierung umfassen.Mit Maps können Anwender I/O-Tabellen oder Tag-Konfigurationen für SPS und Scada automatisch erzeugen. Die Berichte sind datenbankbasiert und bilden daher auch während der Wartung immer den aktuellen Stand der Anlage ab. Die Integration der zweiten Programmier-Software verringert den Zeitaufwand für Entwicklung und Konfiguration. Gleichzeitig erleichtert das die Wiederverwendbarkeit bereits existierender SPS-Bibliotheken, die sich in Maps laden und anschließend komplettieren lassen, etwa mit fehlenden HMI-Templates. Darüber hinaus stellt die Scada-Software über 100 Treiber für Systeme von Drittanbietern zur Verfügung.