Mittelständische Unternehmen sind mitten im digitalen Transformationsprozess und steigern dadurch ihren wirtschaftlichen Erfolg. Diesen Zusammenhang belegt jetzt, laut Pressemeldung zum ersten Mal, eine wissenschaftliche Studie anhand konkreter Zahlen. Die Studie „Digitale Dividende“ misst den Zusammenhang zwischen Digitalisierungsgrad und Business Performance. Der Studienbericht zeigt anhand von Befragungsergebnissen und Best-Practice-Beispielen, dass sich Digitalisierung im Mittelstand auszahlt. Kosten- und Prozessoptimierung sind ein lohnender erster Schritt. Beispielsweise sollten Unternehmen die Zufriedenheit ihrer Kunden durch E-Services und Online-Portale verbessern. Auch mehr Transparenz und Kommunikation sowie dezentrale Entscheidungsprozesse sind noch unterschätzte Erfolgsfaktoren. Der Studienbericht erörtert zentrale Handlungsfelder der digitalen Transformation und stellt außerdem Tools, Trends und Technologien vor.

Von digitalen ‚Leadern‘ und ‚Startern‘

Die Studienautoren unterscheiden vier Cluster von Unternehmen und betonen die Bedeutung klarer Zielbilder und Strategien für die digitale Transformation. „Digital Leader“, die das höchste Umsatz- und Gewinnwachstum realisieren, machen etwa ein Viertel der befragten Unternehmen aus. Sie haben einen hohen digitalen Reifegrad und gestalten neue Geschäftsmodelle und Kundenerlebnisse und weisen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 19,8 % auf. So weit sind „Digital Starter“ mit drei Prozent Umsatzsteigerung und 1,7 % Gewinnwachstum noch lange nicht. Ihre inkrementellen Digitalisierungsmaßnahmen sind weder in ein Zielbild noch in eine Strategie für die digitale Transformation eingebunden.

Zwischen diesen beiden Clustern ‚Starter‘ und ‚Leader‘ siedeln die Studienautoren zwei weitere Gruppen von Unternehmen an: Digital Operation Excellence-Experten (Digital OX) und Digital Customer Experience-Experten (Digital CX). ‚Digital OX‘ erzielen Produktivitätsgewinne durch neue digitale Prozesse, indem sie agile Projektmethoden nutzen und klare Ziele definiert haben. Kosten- und Prozessoptimierung haben Priorität. Sie weisen Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 8,8 % und ein Ergebniswachstum von 5,8 % auf. Etwas höher liegen diese Werte bei den ‚Digital CX‘, die vor allem Kundennähe und Kundenerlebnisse auf der digitalen Agenda haben. Durch Online-Kundenportale, E-Services und E-Support gelingt es ihnen, Kunden enger an sich zu binden und – im Vergleich zu Offline-Vertriebswegen – mehr Neukunden zu gewinnen.

Die Ergebnisse basieren auf einstündigen Tiefeninterviews mit Entscheidern aus 54 mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen, die zwischen dem 1. November 2017 und dem 15. Januar 2018 geführt wurden. Durch die Befragung ermittelt wurde der digitale Reifegrad der Unternehmen und wie sich dieser auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Auftraggeber sind Telekom Deutschland, AlixPartners und Iskander Business Partner.