Im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres will die ASFINAG interessierten Unternehmen die Möglichkeit bieten, unentgeltlich eine mobile WLAN-Infrastruktur entlang der Versuchsstrecke im Raum Klagefurt zu installieren. Das Netz soll vorerst betriebsintern von der Straßenmeisterei genutzt, später aber auch den Autofahrern zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, verkehrsrelevante Daten wie Informationen zu Unfällen, Staus und Witterung zum Lenker zu bringen. Derzeit sind die benötigten Endgeräte jedoch noch sehr teuer und lediglich in Hochklasse-Wagen verbaut. Von Seiten der ASFINAG besteht jedoch die Hoffnung, dass die Industrie in den kommenden Jahren auf die wachsende Nachfrage reagieren wird. Für die Datenübertragung wird das ASFINAG-eigene Glasfasernetz zur Verfügung gestellt. Derzeit sind 1.000 der insgesamt 2.100 Autobahnkilometer mit den Lichtwellenleitern ausgerüstet. Bis Ende 2007 sollen bereits 1.700 Kilometer erschlossen worden sein. Das Netz wird aktuell dafür genutzt, Verkehrsdaten zu sammeln und zu verwerten. Diese Daten direkt in das Auto zu bringen, ist die große Vision für “intelligente” Autobahnen und Schnellstraßen. Eine besondere Herausforderung stellt die relativ geringe Reichweite von WLAN dar, die sogenannte Access Points (“Hot Spots”; Verbindungen zum Festnetz) im Abstand von wenigen hundert Metern notwendig macht. Funkverbindungen müssen daher während der Fahrt von einer Funkzelle zur nächsten unterbrechungsfrei übergeben werden. Funktionale Systemtests sowie umfangreiche Messungen durch den Systemanbieter und die ASFINAG sollen in weiterer Folge Erkenntnisse über die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur bei Geschwindigkeiten von mindestens 130 Stundenkilometer liefern. Von den gewonnenen Erkenntnissen erhofft sich die ASFINAG grundlegende Planungsvoraussetzungen für die geplante WLAN-Infrastruktur.

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