Um eine möglichst hohe Speicherbandbreit zu erreichen, ist es gleich mit zwei Speicherbänken ausgerüstet: einem 64 Bit breiten DDR4 SDRAM (bis zu 4 GByte) an der PL sowie einem 72 Bit breitem DDR4 ECC SDRAM (bis zu 8 GByte) am PS. Damit erreicht das Modul eine Speicherbandbreite von bis zu 38,4 GByte/s. Um die zu verarbeitenden Daten möglichst schnell in und aus dem Modul zu transportieren, stehen 20 Multigigabit-Transceiver mit einer Datenübertragungsrate von je bis zu 15 Gbit/s zur Verfügung.

Mercury+

Das Mercury+ XU9-Modul von Enclustra basiert auf dem Xilinx Zynq UltraScale+ MPSoC ist für Anwendungen optimiert, die besonders grosse Speicherbandbreiten erfordern. Enclustra

Neben den üblichen Standardschnittstellen wie zweimal Gigabit-Ethernet und USB 3.0, Display Port, SATA sowie SGMII verfügt das nur 74 mm × 54 mm kleine Modul über ein 16 GByte großes eMMC als auch ein 64 MByte großes QSPI Flash. 192 User-I/Os und bis zu 504.000 LUT4-Äquivalente sind weitere Merkmale.Sowohl das Processing-System als auch die FPGA-Matrix verfügen über PCIe- Verbindungen.

Der in einem 16-nm-FinFET+-Prozess gefertigte Xilinx Zynq UltraScale+ MPSoC verfügt über 6 ARM-Cores: vier 64 Bit ARM Cortex-A53 mit einer Taktfrequenz von bis zu 1333 MHz und zusätzlich einen 533 MHz schnellen 32 Bit ARM Dual-Core Cortex-R5. Die Prozessoren werden unterstützt von einer Mali-400MP2 GPU sowie einem H.264/H.265 Video Codec (EV-Varianten).

Enclustra bietet für seine Produkte einen umfassenden Design-In-Support. In Kombination mit dem Mercury+ PE1-300 oder Mercury+ PE1-400 Base Board bildet das Mercury+ XU9 eine leistungsfähige Entwicklungs- und Prototypenplattform. Die ausführliche Dokumentation und das Referenzdesign machen die Inbetriebnahme zur Leichtigkeit. Neben dem User Manual sind das User Schema, ein 3D-Modell (Step), der PCB Footprint (Altium, Orcad, Pads, Eagle) sowie die Leitungslängen der IO-Signale verfügbar.

Mit dem Enclustra Build Environment lässt sich für die Enclustra SoC Module mit integriertem ARM-Prozessor Linux kompilieren. Über eine grafische Oberfläche werden Modul und Base Board ausgewählt. Danach lädt das Enclustra Build Environment den passenden Bitstream, First Stage Boot Loader (FSBL) und die benötigten Quellcodes herunter. Anschließend wird U-Boot, Linux und das auf Busybox basierte Root-Dateisystem kompiliert. Durch das Familienkonzept mit kompatiblen Steckverbindern können auf demselben Base Board verschiedene Modultypen eingesetzt werden. Wird zum Beispiel kein ARM-Prozessor benötigt, kann stattdessen das FPGA-Module Mercury+ KX2 mit demselben Base Board verwendet werden.