16 kg Tragkraft erreicht der Roboter über eine modifizierte Geometrie: Gegenüber der 10-kg-Variante wurde die Reichweite etwas verringert, reicht aber immer noch für alle typischen Handlingsaufgaben.

16 kg Tragkraft erreicht der Roboter über eine modifizierte Geometrie: Gegenüber der 10-kg-Variante wurde die Reichweite etwas verringert, reicht aber immer noch für alle typischen Handlingsaufgaben. Redaktion IEE

Rote Arbeitsplätze finden sich in fast jeder Branche, ganz besonders oft im Teilehandling an Bearbeitungszentren, in der Fahrzeugbaumontage oder eben in der Verpackungstechnik beim Palletieren und Stapeln. „Der neue Roboter bringt an solchen Stellen wirkliche Erleichterung für die Arbeiter, die künftig von den monotonen und unergonomischen Bewegungsabläufen entlastet werden,“ so Helmut Schmid, Deutschland- und EMEA-Chef bei Universal Robots. Neben dem geringeren Gesundheitsrisiko steigt so ganz nebenbei auch die Effizienz in der Produktion. Auch ur profitiert von der Leistungssteigerung. „Wir erschließen uns damit zusätzlich 30 % an Applikationen, die wir aufgrund des Gewichtslimits bislang gar nicht adressieren konnten.“

Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Roboterklasse berichtet Helmut Schmid auf der Tagung Roboter in der Verpackungstechnik am 30. Oktober in München. Dort ist der ur16e in der begleitenden Ausstellung live in Aktion zu sehen.

Bildergalerie:„Roboter, Greifer und ein Alien auf der Motek 2019”
Wie angekündigt stellte Universal Robots seinen <a href="https://www.all-electronics.de/universal-robots-stellt-neuen-ur16e-vor/">neuen UR16e für 16 kg Traglast</a> vor. Halle 7, Stand 7301. Wer es nicht auf die Motek schafft, kann den Roboter auch auf der Veranstaltung  <a href="https://www.verpackungs-roboter.de/">Roboter in der Verpackungsindustrie </a> am 30. Oktober 2019 live erleben.
Tanz der Roboter – On Robot zeigte seine Greiferpalette für diverse Anbieter. Halle 7, Stand 7515 und 7303
Auch Schunk präsentiert sein Portfolio, hier die <a href="https://www.all-electronics.de/grosshubgreifer-von-schunk-fuer-kollaborative-anwendungen-geeignet/">MRK-Greifer</a> der Co Act-Reihe. Halle 7, Stand 7218
Wie sich mit einem Greifer völlig unterschiedliche Geometrien fassen lassen, zeigt das Unternehmen Formhand. Halle 7, Stand 7226
Im Vordergrund: Der Flächengreifer FXCB / FMCB von Schmalz. Im Hintergrund gibt Dr. Kurt Schmalz Einblicke in die Firmenentwicklung. Halle 3, Stand 3101 und Halle 6, Stand 6315-4.
Auch das gehört zu einem Cobot – das <a href="https://www.all-electronics.de/flexibles-haltersystem-fuer-energiezufuehrungen-passt-an-alle-cobots/">Flexible Haltersystem für Energiezuführungen</a> von Murrplastik. Halle 6, Stand 6518.
Mit dem Liftkit und Slidekit von Ewellix (bisher SKF Lineartechnik) gewinnen Roboter deutlich an Mobilität und Flexibilität. Halle 4, Stand 4524.
Bei Nachi gibt es neben diversen Robotern auch die Möglichkeit, gegen einen Roboter am heißen Draht zu spielen. Halle 7, Stand 7330.
Ob groß oder klein, fahrerlose Transportsysteme gab es in verschiedenen Varianten auf der Motek 2019; hier von Flexqube. Halle 4, Stand 4118.
Diese FTS von Bito orientieren sich an der Linie auf dem Boden, ähnlich dem <a href="https://www.all-electronics.de/wie-eine-optische-spurfuehrung-von-sick-fts-sicher-den-weg-weist/">System von Sick</a> Halle 4, Stand 4325.
Beckhoff zeigt unter anderem sein <a href="https://www.all-electronics.de/billion-dollar-company/">Moversystem Xplanar</a>.  Halle 8, Stand 8108
Eine Messe bedeutet auch immer, um die Aufmerksamkeit der Besucher zu buhlen; Paletti Profilsystem bedient sich hierfür eines metallischen Aliens. Halle 3, Stand 3432.
Oder mit Sprüchen wie diesen, gesehen in Halle 5.
Auch Handling-Hilfen zählen zum Erscheinungsbild der Motek 2019. Halle 7, Stand 7505.
Auch klassische Automatisierungsthemen wie Sicherheit werden auf der Motek behandelt; hier am Stand von Pilz. Halle 8, Stand 8114.
Das Thema Sicherheit steht auch im Vordergrund der Vortragsreihe "Fachforum Sicherheit + Automation 2019". Halle 8, Stand 8340
Industrie 4.0 im Miniaturformat gibt es bei Fischer Technik – inklusive Cloud-Anbindung. Halle 4, Stand 4001,
Auch Aussteller zum Thema Pneumatik befinden sich auf der Motek 2019; hier Airtec Pneumatic. Halle 8, Stand 8112.
Großer Andrang bei Bosch Rexroth. Halle 4, Stand 4305.

Rote Arbeitsplätze

Rote Arbeitsplätze sind aus ergonomischer Sicht als unzulässig zu bewerten, da sie für den Mitarbeiter ein erhöhtes Verletzungs- und/oder Erkrankungsrisiko bedeuten und Änderungsmaßnahmen dringend erforderlich machen.

Grundlage für die Einstufung bildet in der Regel eine Anforderungs- und Belastbarkeits-Analyse (ABA). Die ABA-Methode besteht aus zwei Teilen: Mit ABA-Tech werden vorhandene oder zu planende Produktionsarbeitsplätze ergonomisch bewertet, während ABA-Med die standardisierte Bewertung ärztlicher Atteste von Mitarbeitern mit Leistungseinschränkungen ermöglicht, um für Leistungsgewandelte einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Mit 19 Merkmalen wie Heben und Tragen, Arbeiten über Schulterhöhe, Beweglichkeit des Rumpfes und des Hüftgelenkes, Lärm, Beleuchtung usw. wird der Arbeitsplatz in seiner Anforderungsstruktur beschrieben. Eine Bewertung der Anforderungshöhe (Höhe der Belastung in Kombination mit der Dauer der Belastung) erfolgt über ein Ampel-System: grün (vernachlässigbares Risiko, keine Maßnahmen), gelb (geringes Risiko, baldige Maßnahmen erforderlich) und eben rot (hohes Risiko, Maßnahmen dringend erforderlich).

Quelle: Univ. Prof. Dr.-Ing. Peter Rühmann, TU München