Der MS 5535 eignet sich besonders für Messungen im Bereich 10 bar bei beengten Platzverhältnissen und niedrigem Energieverbrauch; auch der Einsatz in batteriebetriebenen Anwendungen (Versorgungsspannung 2,2 bis 3.6 V) ist möglich. Die Genauigkeit beträgt max. ±10 mbar im Bereich 0 bis 5 bar und ±30 mbar im Bereich 5 bis 10 bar; das typische Auflösevermögen 1,2 mbar.


Bedingt durch den Druckbereich eignet sich der Sensor insbesondere für pneumatische Anwendungen. Das Gerät lässt sich auf Grundlage individueller Korrekturdaten und mithilfe eines externen 4 bit-Prozessors kalibrieren. Die Kommunikation läuft über eine serielle 3-Draht-Schnittstelle ab – spezielle Interface-Bausteine für die Systemkommunikation sind nicht nötig. Die Korrekturdaten für Nullpunkt, Spanne und deren Temperaturdriften (TKN und TKS) werden ab Werk gespeichert.


Der MS 5535 besteht aus einer mikromechanischen Siliziummesszelle im Bereich 0 bis 14 bar, die auf einem Keramiksubstrat aufgebracht ist. Die robuste Dickschichttechnik erlaubt neben einer TK- (Temperaturkoeffizient) angepassten Montage der Messzelle auch den Einsatz von Standard-SMD-Equipment mit Pick & Place-Automaten und mit Lötung per Reflow bzw. Gasphase.


Eine Metallkappe schützt Messzelle und Bonddrähte gegen Berührung. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit ist die Metallkappe mit einem Silicongel gefüllt.