Eckdaten

Um die digitale Transformation in den Industrien voranzutreiben, hat sich Phoenix Contact schon früh positioniert – unter anderem mit einer neuen Unternehmensarchitektur, ausgelagerten Think Tanks und einer Cloud-basierenden Steuerungs­architektur. Dazu gehören auch international abgeglichene und auf die regionalen Märkte ausgerichtete Vermarktungsstrategien, effiziente Datenpflege- und Konfigurationsprozesse, teil­automatisiert generierte Datenblätter sowie eine verbesserte Nutzerführung auf Web-Portalen.

Längst vergessen ist die Zeit, in der wir uns Versandkataloge zusenden ließen, um ja keinen Trend zu verpassen. Während im Konsumentenbereich der Online-Handel erhebliche Marktanteile gewin­nen konnte, besteht im B2B-Bereich noch Nachhol­bedarf.

Umfangreiche Papierkataloge für Geräteanschlusstechnik und Elektronikgehäuse werden bei Phoenix Contact schon seit Jahren nicht mehr gedruckt und auch die DVD war nur ein Zwischenschritt. Wo etwa 60.000 Komponenten für (potenzielle) Anwender schnell und einfach gefunden werden und umfassend dokumentiert sein müssen, kommt der digitale Zwilling ins Spiel: alle relevanten Informationen stehen online zur Verfügung.

Online-Design-in bei der Leiterplatten-Anschlusstechnik

Mehr Möglichkeiten im Designprozess: Digitale Services wie Konfiguratoren, technische Daten und kostenlose Produktmuster.

Bild 1: Mehr Möglichkeiten im Designprozess: Digitale Services wie Konfiguratoren, technische Daten und kostenlose Produktmuster. Phoenix Contact

Bild 2: Mehr Individualität: Intuitive Online-Konfiguratoren, kundenspezifische Anpassungen und individuelle Neuentwicklungen unterstützen Geräteentwickler.

Bild 2: Mehr Individualität: Intuitive Online-Konfiguratoren, kundenspezifische Anpassungen und individuelle Neuentwicklungen unterstützen Geräteentwickler. Phoenix Contact

Bild 3: Gehäuseabdeckungen aus dem 3D-Drucker: Der ICS-Cover-Konfigurator erstellt ein individuelles Gehäusedesign in wenigen Schritten.

Bild 3: Gehäuseabdeckungen aus dem 3D-Drucker: Der ICS-Cover-Konfigurator erstellt ein individuelles Gehäusedesign in wenigen Schritten. Phoenix Contact

Bild 4: Ob Leiterplatten-Steckverbinder, Daten- oder Rundsteckverbinder: Mehr als 3000 Artikel werden als persönliches Produktmuster im kostenfreien Direktversand angeboten.

Bild 4: Ob Leiterplatten-Steckverbinder, Daten- oder Rundsteckverbinder: Mehr als 3000 Artikel werden als persönliches Produktmuster im kostenfreien Direktversand angeboten. Phoenix Contact

Im Bereich der Leiterplatten-Anschlusstechnik unterstützt ein Online-Konfigurator die Geräteentwickler. Aus über 700 Produktfamilien finden Entwickler über diverse Parameter wie etwa Strom, Spannung oder Querschnitt schnell zum passenden Produkt, das sie online auf eigene Bedürfnisse hin ausrichten können. Neben der grünen Grundfarbe können sie hier aus einem erweiterten Produktspektrum auch andere Farben sowie Farbkombinationen wählen. Dabei können sie den Steckverbinder oder die Leiter­platten-Anschlussklemme mit einer Bedruckung versehen. Durch eine wählbare Codierung ist der Steckverbinder zusätzlich gegen Fehlstecken im Feld geschützt.

Ist die Individualisierung abgeschlossen, besteht die Möglichkeit die Konfiguration unter einer Solution-ID abzuspeichern. Über das Online-Formular können Entwickler in der jeweiligen Länderrepräsentanz von Phoenix Contact ein Angebot einholen. Erledigen kann das aber auch der zuständige Einkäufer, der die gewünschte Konfiguration mithilfe einer Send-to-a-friend-Funktion von dem Kollegen aus der Entwicklung erhält. Dieser kann sich dann wieder der Entwicklung zuwenden, indem er sich die 2D- und 3D-Daten zur Konfiguration in verschiedenen Formaten, von IGES über STEP bis hin zu DXF, runterlädt. Auch die technischen Daten dieser digitalen Produktvariante sind online verfügbar (Bild 2).

Kabel von der Stange

Das Kabel, mit dem ein Steckverbinder verbunden wird, kann durchaus schon beim Hersteller vorkonfektioniert werden. Dies bietet sich an, wenn die Strecken zwischen einzelnen Geräten vordefiniert sind – etwa in der Gebäudetechnik von Schaltgerät zu Schaltgerät. Aber auch bei größeren Schaltschrankverdrahtungen sind Parameter wie Leitungslänge, Querschnitt oder Farbanordnung häufig schon definiert. Daher bietet Phoenix Contact zahlreiche vorkonfek­tionierte Steckverbindertypen im Leiterplatten­bereich von IP20 bis hin zu solchen für große Feldverdrah­tungen im IP67-Umfeld an, etwa für Motoranschlüsse oder für Sensor-/Aktor-Verkabelungen. Um Anfragen hier schneller bearbeiten zu können, gibt es in einigen Produktbereichen Online-Konfigurationen, bei denen Kunden Leitungs- und/oder Litzentypen, Leitungslänge und Steckerköpfe auswählen und dann die Bestellung in der gewünschten Menge online auslösen.

Elektronikgehäuse mit System

Gehäusesysteme werden gern mit einem Baukasten verglichen, aus dem jeder Kunde eine Lösung schnell und einfach erstellt. Dabei unterstützt Phoenix Contact mit einem intuitiven Gehäusekonfigurator. Per Drag-and-drop können sich Entwickler eine Gehäuselösung intuitiv zusammenstellen und in Echtzeit visualisieren lassen. Dabei sorgt eine Wissensbasis im Hintergrund dafür, dass nur sinnvolle Lösungen angezeigt werden. Ergebnis des Prozesses ist eine Stückliste mit Artikelnummern, die sich als Datei herunterladen lässt oder direkt in den Bestellprozess übergeben wird. Alle relevanten Informationen wie Gehäusedaten und Leiterplattenkonturen stehen hier im 3D-Austauschformat zum Download zur Verfügung. Noch einen Schritt weiter geht Phoenix Contact bei der neuen Gehäusefamilie ICS. Auch hier stellen Interessenten zunächst ein Gehäuse aus den Standardkomponenten zusammen. Für eine noch individuellere Ausprägung, etwa passend zum Corporate Design, können sich Kunden eine Gehäuseabdeckung (Cover) kundenspezifisch quasi selbst erstellen. Beim Tochterunternehmen Protiq steht dafür der ICS Cover Konfigurator zur Verfügung, mit dem programmgestützt ein neues Design erstellt und ein Muster aus dem 3D-Drucker geordert werden kann. Ein flexibles Werkzeugsystem setzt dann das Cover schnell und kostenoptimiert im Spritzgusswerkzeug um (Bild 3).

Digitale Services bieten vielerlei Möglichkeiten sich zu informieren, zu vergleichen und auszuwählen. Doch mit steigender Komplexität der Anforderungen muss auch die Schnittstelle zwischen der digitalen und analogen Welt passen. Sollte sich für spezielle Anforderungen keine Lösung aus dem Standard- und Variantenproduktprogramm finden, ist auf dem Weg zur kundenspezifischen Neuentwicklung immer noch die persönliche Beratung der entscheidende Faktor.

Entlang des Produktlebenszyklus unterstützt Phoenix Contact Kunden weltweit von der ersten Idee über die Realisierung bis in die Serienproduktion von Komponenten und Systemlösungen. Das Angebot reicht von kundenindividueller Leiterplatten-Anschlusstechnik über geschützte Steckverbinder für den Außeneinsatz bis hin zu maßgeschneiderten Industriegehäusen im Wunschdesign.

Musterservice – heute gedacht und morgen gebracht

Mit dem digitalen Zwilling kommt man meist schon recht weit. Wenn dieser allerdings an Grenzen stößt, wird häufig ein Produktmuster benötigt. Zu diesem Zweck bietet Phoenix Contact einen Musterservice. Haben Entwickler eine individuelle Lösung anhand der technischen Eigenschaften selektiert oder kennen bereits die Artikelnummer des gewünschten Artikels, können sie dessen Detailseite auch direkt über das Suchfenster aufrufen. Ist der Artikel als Muster für den Direktversand verfügbar, finden Interessenten auf der Artikel-Detailseite stets an der gleichen Position das Bestellformular.

Der Bestellprozess gestaltet sich komfortabel, weil die Online-Anforderung auch ohne Zugangs- oder Kundendaten möglich ist. Das gewünschte Produkt wird kostenfrei zugestellt, per Direktversand und ohne Gebühren. In wenigen Schritten gelangen Interessenten zum persönlichen Produktmuster (Bild 4).

Mit diesen Maßnahmen verfolgt das Geschäftsgebiet Geräteanschlusstechnik von Phoenix Contact auch das Ziel, Kunden weltweit noch schneller und effizienter mit Daten und Produkten zu versorgen. Die digitalen Services für Gerätehersteller sind ein weiterer Meilen­stein auf diesem Weg. Die primären Zielgruppen wie Entwicklungs- und Prüfingenieure sowie Einkäufer profitieren unmittelbar von diesem Dienstleistungsangebot.

Digitale Services, die das Gerätedesign vereinfachen

Mehr Auswahl

  • Nutzerfreundliche Filter- und Suchfunktionen
  • Umfangreiche technische Daten mit Zeichnungen und 3D-Modellen
  • Persönliche Beratung vor Ort

 Mehr Individualität

  • Intuitive Online-Konfiguratoren
  • Kundenspezifische Anpassungen
  • Individuelle Neuentwicklungen

Mehr Flexibilität

  • Alle Artikel bequem online bestellbar
  • Kostenloser Online-Musterservice
  • Global zuverlässige Logistik durch Direktversand oder Distribution

Mehr Know-how

  • Technologie-, Branchen- und Design-in-Experten in der Nähe
  • Kontinuierliche Information über Neuheiten und Produktweiterentwicklungen
  • Anwendungsbeispiele, Video-Tutorials, kostenlose Webinare und Seminare