Auf diesem Chip wurden dann mit einem speziellen Protein als Klebstoff lebende Neuronen aufgebracht. Das Protein wirkt dabei gleichzeitig als Signaltransmitter zwischen Silizium und Neuron. Transistoren und Kondensatoren haben dabei unterschiedliche Wirkungsmechanismen: Elektrische Signale der Neuronen werden von den Transistoren aufgenommen und weiterverarbeitet. Umgekehrt stimulieren die winzigen Kondensatoren auf dem Chip mit ihren elektrischen Ladungen die Neuronen. Auf diese Weise kommt es zu einem begrenzten Informationsaustausch in beiden Richtungen. Der Chip ist letztlich für die pharmazeutische Industrie gedacht: Damit könnte man im Vorfeld von klinischen Tests die Wirksamkeit neuer Substanzen teilweise erfassen. Das Gebiet der Neurochips wurde in den vergangenen Jahren vor allem vom Max-Planck-Institut für Biochemie (Professor Peter Fromherz) vorangetrieben. Aus diesem Institut stammt auch das Photo einer Rattenhirnzelle auf Chipstrukturen.

Max-Planck-Institut für Biochemie
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