Sax-3 wurde gegenüber dem Vorjahr verbessert und trotz aufwendiger Elektronik für Steuerung und Diagnose wurde das Gesamtgewicht auf 35 kg (ohne Fahrerin) reduziert.(Bild: TU Chemnitz/Sven Gleiberg)

Sax-3 wurde gegenüber dem Vorjahr verbessert und trotz aufwendiger Elektronik für Steuerung und Diagnose wurde das Gesamtgewicht auf 35 kg (ohne Fahrerin) reduziert.(Bild: TU Chemnitz/Sven Gleiberg)

Der Mai war ein ereignisreicher Monat für die Region entlang der A4. Das Forschungsprojekt Fortis Saxonia stellte eines von 13 deutschen Teams beim diesjährigen Shell Eco-Marathon in Nogaro (Frankreich), der von 22-24. Mai 2008 ausgetragen wurde. Am Mikrosystemtechnik-Standort Chemnitz entsteht ein innovatives Kompetenz-Netzwerk für junge, dynamische Start-ups, die kurze, direkte Wege zu renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen und zu Marktführenden internationalen Unternehmen schätzen: der Smart Systems Campus. Zeitgleich mit der Grundsteinlegung des neuen Smart Systems Campus startete die TU Chemnitz unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie einen Wettbewerb, der erfolgreichen Technologietransfer mit 20.000,- Euro belohnt.

Auch wenn das Team in diesem Jahr vom Pech verfolgt wurden, konnten sie ihr Fahrzeug mit dem Namen Sax-3 nochmals gegenüber dem Vorjahr verbessern und trotz aufwendiger Elektronik für Steuerung und Diagnose das Gesamtgewicht auf 35 kg (ohne Fahrerin) reduzieren.

Da mit Sax-2 im Vorjahr die Marke von 2500km/Liter Superbenzin bereits durchbrochen wurde, zeigte man sich dieses Jahr zuversichtlich, dem Weltrekord (3836 km/l) ein gutes Stück näher zu kommen. Allerdings waren die Zahlreichen Tests im Vorfeld noch nicht ausreichend, um bei den ungünstigen Wetterbedingungen eine ausreichende Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Der Shell Eco-Marathon wechselt 2009 dauerhaft von den Pyrenäen nach Deutschland und wird im nächsten Jahr auf dem Eurospeedway Lausitz ausgetragen. Ausrichter Shell setzt damit auf die bessere Erreichbarkeit für deutsche sowie nord- und osteuropäische Teams. Für „Fortis Saxonia“ aus Chemnitz bedeutet dieses Heimspiel unter Umständen eine noch größere Konkurrenz. Dies wird die Kreativität noch mehr beleben und man darf gespannt sein, welches Team als erstes die Marke von 4000km/l übertrifft.

Details zu den Deutschen Teams 2008:

Hochschule Offenburg: Wasserstoffantrieb (10. Teilnahme) Technische Universität Chemnitz: Wasserstoffantrieb (4) Hochschule Merseburg/Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein: Benzinantrieb (3) Gewerblich-Technische Schulen Offenbach: Benzinantrieb (3) Oberstufenzentrum Neuruppin: Solarenergieantrieb (2) Iselin-Schule-Rosenfeld: Benzinantrieb (2) Fachhochschule Stralsund: Benzinantrieb (2) Fachhochschule Trier: Wasserstoffantrieb (2) Umwelt-Campus Birkenfeld: Wasserstoffantrieb (1) Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Wasserstoffantrieb (1) Ludwig-Geissler-Schule Hanau: Benzinantrieb (1) Friedrich Dessauer Schule Limburg: Benzinantrieb (1) Haus der Wirtschaft Stralsund: Wasserstoffantrieb (1) Unter den Teilnehmern waren erstmals auch Teams aus Bulgarien, der Ukraine, Ungarn sowie Iran und Marokko.

Mit dem Shell Eco-Marathon unterstreicht das Energieunternehmen sein Bemühen um nachhaltige Mobilität. Der erste Wettbewerb wurde 1939 in USA ausgetragen und der Sieger erreichte 21,14 Kilometer mit einem Liter Benzin. Der aktuelle Weltrekord (gehalten von der ETH Zürich) liegt bei 3.836 Kilometern/l. Das entspricht der Strecke von Berlin nach Moskau und zurück oder einem Verbrauch von nur 0,026 Litern auf 100 km. Neben Benzin, Diesel und Flüssiggas sind auch alternative Energien wie GTL, Biokraftstoffe, Solar und Wasserstoff zugelassen.

Gestartet wird in zwei Kategorien: Der Prototypen-Klasse, bei der Kreativität der Konstrukteure kaum Grenzen gesetzt sind. Beim UrbanConcept hingegen ist die Straßentauglichkeit Pflicht.

Links: http://www.eurospeedway.de

http://www.fortis-saxonia.de

 http://www.shell.com/eco-marathon

Smart Systems Campus

Am 15. Mai 2008 legten der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig den Grundstein für das Start-up-Gebäude des Smart Systems Campus. Bis Anfang 2009 entsteht in direkter Nachbarschaft zur Chemnitzer TU und den Fraunhoferinstituten ein gebündeltes, dynamisches Netzwerk von Mikrosystemtechnik-Kompetenzen.

Der mit fast 4,5 Hektar großzügig angelegte Park verbindet auf kurzen, direkten Wegen renommierte wissenschaftlich-technische Einrichtungen mit Gründergeist, Unternehmertum und wirtschaftlichem Aufschwung. Geplant ist die Ansiedlung von jungen, schnell wachsenden Start-ups neben international agierenden Unternehmen, die zu den Marktführern der Branche gehören. In unmittelbarer Nähe zur Technischen Universität Chemnitz, zu den Fraunhofer-Instituten und zu den im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen der Mikrosystemtechnik hat der Campus beste Chancen, sich zu einem international anerkannten Exzellenzstandort zu entwickeln. Denn durch kurze Kommunikationswege können Standortsynergien effektiv genutzt werden. Studierende sitzen mit Unternehmern ebenso am selben Mittagstisch wie mit Forschern und Wissenschaftlern.

Das schafft den Nährboden für kreative Ideen, die sich schnell zu dynamischen Projektgruppen, Spin-offs und Unternehmensgründungen fortpflanzen.

Link: http://www.smartsystemscampus.de

Die Umkehrung des Solidaritätspakts

Zeitgleich mit der Grundsteinlegung des neuen Smart Systems Campus startete die TU Chemnitz unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie einen Wettbewerb, der erfolgreichen Technologietransfer mit 20.000,- Euro belohnt.

Unter Technologietransfer sind hierbei Forschungskooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen gemeint, zum Beispiel die gemeinsame Verwertung von Patenten und Schutzrechten oder ein Personalaustausch. Mit dem Spektral durchstimmbaren Infrarotdetektor mit mikromechanischem Fabry-Perot-Filter erhielt die TU Chemnitz im Verbund mit dem Fraunhoferinstitut und der Firma InfraTec GmBH in Dresden bereits den SENSOR Innovationspreis 2008 und konnte damit eindrucksvoll darstellen, wie sich Technologietransfer auszahlt.

Selbstbewusst und Solidarisch mit anderen Forschungseinrichtungen stellt sich die TU Chemnitz bei der Ausschreibung des neuen Technologiepreises dem Wettbewerb: Die Bewerbung für den neuen Technolgietransferpreis ist offen für alle Technologietransferprojekte der letzten 5 Jahre aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 30. September 2008, Ausschreibungsunterlagen sind unter der angegebenen Internetadresse erhältlich.

 Link: http://www.wissenschafftarbeit.de

Neubau des Baumer Entwicklungszentrums

Der im vergangenen Jahr begonnene Neubau des Baumer High-Tech Entwicklungszentrums in Radeberg wurde nun komplett fertig gestellt. Am Standort Radeberg stehen nun 2.800 qm Büro-, Produktions- und Lagerfläche für derzeit über 100 Mitarbeiter zur Verfügung. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, um innovativ und qualitativ hochwertige Produkte in den Bereichen Digital Imaging und Smart Vision noch optimaler zu entwickeln und anzubieten.

Die Investition der Baumer Group in den Ausbau des Radeberger Standortes als Entwicklungskompetenzzentrum für Vision Technologies bestätigt die zukunftsorientierte Unternehmensstrategie der Gruppe. 

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