Eckdaten

Wolfgang Aichberger gibt in seinem Fachartikel eine Definition intelligenter Displays. Er geht darauf ein, wie sie sich von herkömmlichen Displays unterscheiden, welchen Mehrwert sie bieten und beschreibt ihre wesentlichen Einsatzgebiete.

Mit ihren Funktionen und Schnittstellen vereinfachen intelligente Displays die Integration im Vergleich zu herkömmlichen Displays wesentlich. Entwickler können damit den Fokus auf das anwendungsspezifische Design richten, anstatt sich der Integration der Displays auf der Elektronik- und Softwareebene widmen zu müssen. Nicht nur Kosten und Komplexität werden damit gesenkt, sondern auch die Produkteinführungszeiten.

Intelligente Displays unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Displays. Sie sind bereits mit allen für die Ansteuerung eines Displays notwendigen Komponenten ausgestattet. State-of-the-Art sind unter anderem ein leistungsfähiger Controller, ein für alle Anwendungsfälle ausreichend großer Flash-Speicher, serielle Interface-Optionen und Touchpanel-Unterstützung. Die in Software realisierten Features sind wie die übrigen Displaymerkmale herstellerspezifisch sehr unterschiedlich.

Schematischer Aufbau eines intelligenten Displays.

Schematischer Aufbau eines intelligenten Displays. Demmel Products

Intelligente Displays werden nicht mehr auf Pixelebene angesprochen, sondern über parametrierbare High-level-Kommandos. Deren Ausführung ist in der Firmware des Controllers realisiert. Die volle Funktionalität steht unmittelbar nach dem Einschalten der Stromversorgung zur Verfügung, es wird keinerlei Bootzeit benötigt.

Im On-board-Speicher werden die Grafiken, Fonts, Textbausteine und Makros des User Interface abgelegt. Deren Anzahl ist lediglich durch die Speichergröße begrenzt, welche mit einer On-board-MicroSD-Karte nochmals erweitert werden kann. Diese ist zudem hilfreich bei Updates der Nutzerapplikation im Feld und beim Abspeichern beliebiger Dateien wie beispielsweise applikationsspezifischer Log-Files. Die an die Geräteoberfläche herausführbare MicroSD-Karte unterstützt das FAT-Dateisystem.

Die kommunikationstechnische Einbindung intelligenter Displays erfolgt über eines der seriellen Interfaces, typischerweise sind das RS232, USB, I2C oder SPI. Optional ist auch TCP/IP möglich. Mithilfe diverser I/O-Funktionen lassen sich beispielsweise digitale Ein- und Ausgänge sowie Drehgeber, analoge Sensoren oder Leuchtdioden, Relais und Lautsprecher über das Panel anschließen und ansteuern.

Eine Lösung zur Display-Integration besteht einerseits aus der Displayhardware und andererseits aus einer intuitiven Entwicklungsumgebung. Dabei handelt es sich um ein Windows-basiertes Projektentwicklungs-Tool, mit dem sich alle Panels der Produktlinie einrichten, konfigurieren, programmieren und testen lassen. Entwickler werden damit in die Lage versetzt, innerhalb kürzester Zeit Displayprototypen zu erstellen, die rasch in die Serie übergeleitet werden können.

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