Bildergalerie
Der begehrte NI Week Wanderpokal für die Kundenapplikation des Jahres ging diesmal nach Deutschland an Christian Sames (links) vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching, für seine Anwendung mit dem Titel FPGA-Based Feedback Control of a Single At
Vin Ratford, Senior Vice President für das weltweite Marketing bei Xilinx, gab auf der NI Week-Bühne einen kurzen Einblick in die zukünftigen Möglichkeiten von Xilinx-FPGAs, unter anderem der mit Dual-Core ARM Cortex-A9-Subsystem ausgestatteten Zynq EPP (
Dr. James Truchard, NI Präsident und CEO, lässt rund 90% aller NI-Hardware im ungerischen Debrezin fertigen und die nächste NI-Fab in Malaysien soll bereits im nächsten Jahr fertig sein.

Wie immer im August zeigte sich Austin/Texas mit der von National Instruments versammelten NI Week 2011 von seiner heißesten Seite. Diesmal waren rekordverdächtige rund 3300 Teilnehmer dabei. Sie wurden gleich zum Start mit LabVIEW 2011, der Version zum 25-Jährigen Jubiläum der preisgekrönten Systemdesignsoftware, begrüßt.

LabVIEW 2011 steigert die Effizienz bei der Anwendungsentwicklung durch neue ingenieurspezifischer Bibliotheken und der Fähigkeit, mit beinahe jeder Hardware und jedem Zielsystem zu interagieren, darunter der neue Multicore-basierte NI-CompactRIO-Controller und der HF-Vektorsignalanalysator NI PXIe-5665. Außerdem werden Assemblies unterstützt, die mit dem aktuellen Microsoft .NET-Framework erstellt wurden, und auch diese LabVIEW-Version enthält wieder zahlreiche Funktionen und Eigenschaften, die direkt auf Anwendervorschlägen beruhen.

Jeff Kodosky, Mitgründer von National Instruments und „Father of LabVIEW“, kann in diesem Jahr den 25. Geburtstag seines Babys feiern.

Jeff Kodosky, Mitgründer von National Instruments und „Father of LabVIEW“, kann in diesem Jahr den 25. Geburtstag seines Babys feiern.National Instruments

„Vor 25 Jahren entwickelten wir die Software LabVIEW, damit sich Anwender auf Innovationen konzentrieren können, anstatt sich mit komplizierten Programmier- und Systemintegrationsproblemen auseinandersetzen zu müssen – und heute ist sie die richtungsweisende Systemdesignsoftware für Mess-, Steuer- und Regelanwendungen“, erklärte Jeff Kodosky, National Instruments Business and Technology Fellow sowie Mitbegründer und Erfinder von LabVIEW. „Mit jeder neuen Version wird als Hauptziel die Steigerung der Produktivität für jede Anwendungssituation verfolgt – ganz egal, ob dieses Ziel nun über die Integration mit neuester Hardware, über die Einführung neuer Bibliotheken und Programmierschnittstellen oder über Funktionen, die aufgrund von Anwendervorschlägen implementiert wurden, erreicht wird.“

Mit LabVIEW 2011 bekommt man jetzt beispielsweise folgende zeitsparende Funktionen:

  • Mit neuen Bedien- und Anzeigeelementen auf der Silberpalette können schnell optisch ansprechende und zeitgemäße Benutzeroberflächen erstellt werden;
  • Programmcode mit Unterstützung für aktuelle .NET Assemblies, .m-Strukturen und neuer wiederverwendbarer Xilinx-IP für das LabVIEW FPGA;
  • bis zu fünfmal schnellere Ausführung bei Lade-, Verdrahtungs-, Bearbeitungs- und Kompiliervorgängen für FPGA-Code;
  • ausführbare Dateien lassen sich programmatisch erstellen und an Zielsysteme verteilen;
  • asynchrone Threads erzeugen, um Multithreading-fähige Anwendungen schneller mit neuer Programmierschnittstelle zu erstellen.

In Verbindung mit modularer Hardware ist LabVIEW 2011 das Kernstück des von NI zunehmend propagierten „Graphical System Design“, bei dem eine einheitliche Plattform für den Entwurf, die Prototypenerstellung und den Einsatz von Anwendungen mit höchster Effizienz verwendet wird. Und die Graphical System Design Möglichkeiten werden sich durch die schon abgeschlossenen strategisch geschickten Zukäufe der Firmen AWR und Phase Metrix im HF-Bereich stark erweitern. So soll bereits Ende dieses Jahres das AWR EDA-Tool Microwave Office (zum Entwurf von HF-ICs, -Leiterplatten und -Modulen) mit LabVIEW deutlich besser zusammen arbeiten können. Und mit Phase Metrix wurde ein Hardware-Hersteller an Land gezogen, der auch schon für andere bedeutende Messgeräte-Hersteller wichtige HF-Module entwickelt hat.

14 GHz Vektorsignalanalysator

Die 14-GHz-Version des HF-Vektorsignalanalysators PXIe 5665 benötigt insgesamt 6 Steckplätze.

Die 14-GHz-Version des HF-Vektorsignalanalysators PXIe 5665 benötigt insgesamt 6 Steckplätze.National Instruments

Auf der Hardware-Seite war sicher die 14-GHz-Version des HF-Vektorsignalanalysators (VSA) PXIe 5665 das Highlight. Im PXI-Formfaktor aufgebaut, verfügt über geringes Phasenrauschen und einen großen Dynamikbereich. Die Messgeschwindigkeit soll bis zu 20-mal schneller sein, als mit Box-Instrumenten. Außerdem setzt der Analysator auf Multicore-Architektur und den parallelen Programmierfähigkeiten von LabVIEW. Er bietet auch Peer-to-Peer Datenströme für die Signalverarbeitung und eine flexible MIMO-Architektur für Phasen-kohärente Messungen. Ideale Eigenschaften bei der Entwicklung von 3 GPP HF-ICs. Der VSA besteht aus Downconverter PXIe 5605, Lokaloszillator-Synthesizer PXIe 5653 sowie dem PXIe-5622, einem 150 MS/s schnellen ZF-Digitalisierer und bietet dieselbe Leistung wie die schon bekannte 3,6-GHz-Version jedoch mit dem auf 20 Hz bis 14 GHz erweiterten Frequenzbereich. Die Analysebandbreite beträgt bis bis zu 50 MHz. Er hat einen IP3 von +24 dBm mit einem absoluten Amplitudenfehler von nur ±0,10 dB und einen Fehlervektor von 0,33 Prozent für ein 256 QAM moduliertes Signal. Der Analysator hat ein Phasenrauschen von nur -129 dBc/Hz bei 800 MHz und 10-kHz-Offset sowie einen mittleren Rauschpegel von -165 dBm/Hz.

Multicore CompactRIO und Single-Board RIO

Das CompactRIO-System cRIO-908x und eine kleine cRIO-Boardvariante.

Das CompactRIO-System cRIO-908x und eine kleine cRIO-Boardvariante. National Instruments

Die rekonfigurierbare I/O-Plattform (RIO) wurde von National Instruments noch höherer und erstmals auch mit Multicore-Rechenleistung sowie mit den kleinsten Einplatinen-RIOs erweitert.

Das cRIO-908x System ist mit einem Intel Core i7 dual-core 1,33 GHz Prozessor und einem Xilinx-FPGA, maximal einem Spartan-6 LX150, ausgestattet. Der Controller kann mit einem Windows Embedded Standard 7 Betriebssystem ausgestattet werden, um dem Entwickler Zugriff auf das breite Ecosystem zu geben. Das System besitzt sehr leistungsfähige Schnittstellen wie beispielsweise zwei Gigabit Ethernet Ports, ein MXI Express Port, vier USB Ports, RS232- und RS485 Ports und ein neues CPU Expansion Modul (CXM) das es ermöglicht dem CompactRIO kundenspezifische Schnittstellen hinzuzufügen.

Das neue Single-Board RIO stellt einen kleinen und kostengünstigen Formfaktor für die RIO-Plattform dar. Sie ist ideal für embedded Monitoring und Industriesteuerungen. Das Board ist mit einen 400 MHz Prozessor, einem Xilinx Spartan-6 FPGA sowie umfangreicher Peripherie wie RS232, CAN, USB und Ethernet ausgestattet. Zusätzlich ist ein high-density und high-bandwidth Steckverbinder vorhanden, der dem Entwickler den direkten Zugang zu FPGA und Prozessor ermöglicht sowie weitere kundenspezifische Peripherie.

cDAQ: Ein Steckplatz im Metallgehäuse

Diese mit einem Steckplatz ausgestatteten CompactDAQ-Chassis verfügen über USB-, Ethernet- oder WLAN-Schnittstellen.

Diese mit einem Steckplatz ausgestatteten CompactDAQ-Chassis verfügen über USB-, Ethernet- oder WLAN-Schnittstellen.National Instruments

Eine weitere Neuheit sind drei 1-Slot-CompactDAQ-Chassis. Sie verfügen über Wireless-, USB- oder Ethernet-Busse und verbinden die Portabilität eines Datenloggers mit der Leistung und Flexibilität modularer Messtechnik. Die Chassis cDAQ-9191, cDAQ-9181 und cDAQ-9171 unterstützen alle Module der NI C Serie der CompactDAQ-Plattform und können auch gemeinsam mit existierenden 4- und 8-Slot-Chassis benutzt werden. Mit den für fast alle Sensoren entworfenen mehr als 50 verschiedenen Messmodulen kann das CompactDAQ-System jederzeit umgerüstet werden. Das neue Metallgehäuse macht die Chassis noch widerstandfähiger als die bisherigen Kunststoffversionen. Das Chassis arbeitet im Temperaturbereich 0 bis 55 °C und kann Stöße bis 30 g und Vibrationen bis 3 g vertragen.