Die neueste Xi-Röntgenröhre wurde in ein XT-V-160-System zur Prüfung von Elektronikkomponenten integriert, das die Qualitätssicherung der Leistungshalbleiterproduktion der britischen Ixys UK Westcode (Chippenham), unterstützt.

Fiona Lambert ist Prozesstechnikerin von Ixys UK Westcode. Die 160-kV-Röntgenröhre von Nikon überzeugte durch eine konstant hohe Auflösung auch bei höherer Leistung.

Fiona Lambert ist Prozesstechnikerin von Ixys UK Westcode. Die 160-kV-Röntgenröhre von Nikon überzeugte durch eine konstant hohe Auflösung auch bei höherer Leistung. Nikon

Das Röntgenprüfsystem hat die Aufgabe zu kontrollieren, ob die aufgeschmolzene Lötpaste, mit der die integrierten Schaltungen an ihren Kontaktstellen auf den DCB-Substraten (Direct Copper Bonded) befestigt werden, mit einem kontrollierten Lunkerniveau aufgetragen wird. Nach eigenen Angaben, ist derzeit nur Nikon in der Lage, die Xi-Röntgenröhre mit 160 kV und mit integriertem Generator anzubieten. Ein Anschluss des Röntgengenerators per Hochspannungskabel an die Röntgenröhre erübrigt sich daher. Die Wartungskosten sind somit geringer, da solche Kabel fehleranfällig sind und regelmäßiger Wartung bedürfen.

Durch die bei Nikon Röntgenröhren übliche offene Bauweise (Open-Tube-Technologie) ist die Röntgenröhre sehr wirtschaftlich im Betrieb. Der Austausch des Filaments, das den Elektronenstrahl erzeugt, lässt sich für nur wenige Euro im Rahmen der regelmäßigen, jährlichen Wartung einplanen.

Der Filament-Wechsel dauert nur wenige Minuten, die Ausfallzeit ist daher kurz. Eine geschlossene Röntgenröhre hingegen dürfte zwar eine Lebensdauer von mehreren Jahren haben, könnte den Betrieb aber ohne Vorwarnung einstellen, möglicherweise zu einem Zeitpunkt, der dem Anwender nicht gerade gelegen kommt. Der Hersteller ist dann mit dem Austausch der Röhre zu beauftragen. Dieser kostet mehrere tausend Euro kosten und die Maschine dürfte für mehrere Tage ausfallen.

an das britische Unternehmen Ixys UK ausgeliefert.

an das britische Unternehmen Ixys UK ausgeliefert. Nikon

Fiona Lambert, Prozesstechnikerin von Ixys UK Westcode, erläutert: „Früher, während meiner Tätigkeit in einem Elektronikunternehmen in Südwales, habe ich ein kleineres Röntgensystem mit 130 kV von Nikon zur Qualitätssicherung eingesetzt. Ich wusste daher schon, wie einfach Nikon-Geräte zu bedienen sind.“

Nachdem Ixys das Angebot am Markt allgemein geprüft hatte, fiel die Wahl nicht schwer, erläutert Lambert weiter: „Es war klar, dass das 160-kV-Modell sich am besten für unsere Anwendung eignen würde. Die Xi-Röhre bietet eine konstant hohe Auflösung auch bei höherer Leistung. Diese benötigen wir, um eine dicke Aluminiumschicht zu durchdringen und die Qualität der Lötverbindungen zu beurteilen.“ Des Weiteren fiel ist Gewicht, dass das Inspektionssystem eine einfache Zugänglichkeit des großen Objekttisches bietet, auf dem sich verschiedene, ziemlich große Komponenten gleichzeitig anordnen lassen.

Die Maschine arbeitet schnell und der Objekttisch lässt sich mühelos in mehreren Achsen steuern. Dadurch ist es möglich, das Bild schnell am Bildschirm zu neigen, zu drehen, zu positionieren und zu zoomen. „Die Software ist außerdem bedienerfreundlich. Sie ermittelt den Prozentsatz von Lunkern im Lötmaterial sogar automatisch – eine wichtige Funktion um sicherzustellen, dass das Produkt die strengen Vorgaben erfüllt“, resümiert sie.