Thomas Reisinger leitet das „Start-up“ Nu Horizons Electronics GmbH, München

Thomas Reisinger leitet das „Start-up“ Nu Horizons Electronics GmbH, München

Nu Horizons Electronics, ein weltweit agierender Halbleiterdistributor mit einem Umsatz von über 700 Mio., ist seit 1. Mai 2007 offiziell mit eigener Firma auch auf dem deutschen Markt vertreten. In den letzten zwei Jahren hat es zahlreiche Fusionen, Übernahmen und Betriebsstilllegungen unter den Distributoren elektronischer Bauteile ergeben, das Unternehmen sieht darin eine Gelegenheit, als designorientierter Spezialdistributor eine Marktlücke zu schließen. Die Nu Horizons Electronics GmbH befindet sich in München und wird von Thomas Reisinger geleitet.

Der Start in Deutschland erfolgt mit zehn Franchise-Partnern, von denen die meisten auch in anderen Ländern über Nu Horizons vertreten sind. Das größte Abkommen wurde mit Xilinx (FPGAs) geschlossen. Zu den anderen Partnern zählen Anadigm (analoge Signalverarbeitung), Elec & Eltek (integrierte magnetische Bauteile), Micrel (Analog-, Leistungselektronik-, HF- und Mixed-Signal-Bausteine), Nordic Semiconductor (Wireless- und Multimedia-ICs), SMSC (Netzwerkprozessoren), Winbond (Logik und Speicher), Pletronics (Frequenz-ICs), RF Modules (HF-Netzwerkmodule und -Bausteine) und Pericom (serielle Datenkommunikations-ICs).

Weitere vier bis sechs Produktlinien werden im Laufe des Jahres 2007 hinzugefügt. Alle bereits eingestellten Mitarbeiter waren früher bei Halbleiterdistributoren oder -herstellern beschäftigt, so konnte u.a. der ehemalige Freescale-Mitarbeiter Harald Kreidl als Technischer Leiter gewonnen werden. Nu Horizons’ europäisches Lager befindet sich im englischen Coventry, wo das Unternehmen im August 2006 mit DT Electronics einen unabhängigen Distributor übernahm. DT Electronics änderte am 2. April 2007 seinen Namen in Nu Horizons Electronics Ltd. Die Expansion nach Deutschland ist der zweite Schritt in Nu Horizons’ Plan, sich in Europa zu etablieren.

Der Vorsitzende des Unternehmens, David Bowers, erklärte dazu: „Deutschland ist der wichtigste Markt in Europa; aber mit zunehmender Tendenz nicht dort zu fertigen wo entwickelt wird, wollen wir unseren Kunden einen Service vor Ort bieten, wo immer dies auch sein mag. Die Expansion in andere Länder nach West- und Osteuropa wird auch 2007 und 2008 fortgesetzt und vervollständigt. Dies unterstützt somit unser etabliertes Geschäft in den USA und in Asien.” Zum angestebten Umsatz in Deutschland war nichts zu erfahren. David Bowers erwartet aber für Europa in drei Jahren einen Umsatz von rund 500 Mio. $. 565ei0507