SiP-Baustein OSD32MP1

Der SiP-Baustein OSD32MP1 basiert auf dem Mikroprozessor STM32MP1. Octavo Systems

Damit können Anwender der STM32-Serie auf Linux umsteigen, ohne ihr Design zu vergrößern oder komplexer zu gestalten. Octavo baut auf seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung integrierter Systembausteine auf und hat einen Baustein entwickelt, der bis zu 64 % kleiner ist als ein gleichwertiges System, das aus diskreten Bauelementen zusammengesetzt ist. Auf nur 18 mm × 18 mm weist der OSD32MP1 die gleiche Größe wie der STM32MP1 auf, integriert jedoch den STM32MP1-Mikroprozessor, den STPMIC1-Power-Management-IC (PMIC), bis zu 1 GByte DDR3-Speicher, nichtflüchtiges 4K-EEPROM, MEMs-Oszillatoren und über 100 passive Bauelemente in einem BGA-Gehäuse.

Der STM32MP1 enthält Dual-Arm-Cortex-A7-Mikroprozessoren sowie einen Arm-Cortex-M4-Mikrocontroller. Hinzu kommt umfangreiche Peripherie, die von zwei 22-Kanal-A/D-Wandlern über eine Kamera-Schnittstelle, 1GBit/s-Ethernet bis hin zu einer 3D-GPU reicht. Damit eignet sich der Baustein für Fernsensoren, HMI-Displays, Motorsteuerungen, Medizintechnik und IoT-Endpunkte. Durch die hohe Integration des OSD32MP1 SiP eignet er sich für alle Anwendungen, die einen vielseitigen Anwendungsprozessor in einem kleinen Gehäuse benötigen.

Übergang von einem Mikrocontroller zu Linux vereinfachen

Der STM32MP1 nutzt die STM32-Cube-Umgebung. Der M4-Core ermöglicht die vollständige Wiederverwendung der STM32 MCU Cube Firmware bei gleichzeitigem Linux-Support. Durch die OSD32MP1-Integration steht ein vollwertiger Mikroprozessor zur Verfügung, ohne dass die Komplexität zunimmt, die mit dem DDR-Routing und dem komplexen Power-Management einhergeht.

Der steigenden Anforderungen des IoT und die Nachfrage nach mehr Daten haben viele Anwendungen erforderlich gemacht, um von einem bestehenden Mikrocontroller-Design auf ein Mikroprozessor-Design mit Linux überzugehen. Dabei gibt es zwei große Hürden, die einen einfachen Übergang verhindern: das Portieren der Anwendung und komplizierte Hardwaredesigns. Durch die Integration des STM32MP1 in den OSD32MP1 werden diese Hindernisse beseitigt, wodurch sich der Aufwand beim Übergang von einem Mikrocontroller auf einen Mikroprozessor mit Linux erheblich verringert.

Neben einem einfacheren Entwicklungsprozess bietet der Baustein alle Vorteile eines SiP für diese neuen Designs. Dazu zählen kostengünstigere Leiterplatten (PCBs), da weniger Platz benötigt wird und weniger komplizierte Fertigungsprozesse erforderlich sind, wie zum Beispiel Laser Vias oder Via-in-Pad. Außerdem vereinfacht er die Beschaffung, indem er mehr als 100 Bauelemente mehrerer Hersteller in einem einzigen Baustein vereint.

Verfügbarkeit und Preis

Entwicklungsressourcen für den OSD32MP1 sind ab sofort auf der Webseite von Octavo Systems erhältlich. Muster werden im dritten Quartal verfügbar sein; die Serienfertigung ist für das vierte Quartal 2019 geplant. Der Preis wird noch festgelegt und entsprecht den Kosten eines vergleichbaren Systems, das mit diskreten Bauelementen aufgebaut wird.

Um Kunden den Einstieg in die Entwicklung mit dem OSD32MP1 zu erleichtern arbeitet Octavo Systems mit ISMOsys (Integrated Sales Marketing and Operations) als offiziellen europäischen Vertreter zusammen.