Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom von 2016 investierten 69 Prozent der befragten Industrieunternehmen vor allem in neue Technologien, um ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Ihre Motivation: Kosten senken, die Effizienz erhöhen und die Produktivität steigern. Dabei sollte der Blick auch über die Produktionshallen hinaus in die Büroräume der Unternehmen gehen. Denn der Digital Workplace als zentrale Informations- und Arbeitsplattform gewinnt immer mehr an Bedeutung und umfasst mehr als nur die Möglichkeit, mit einem Smartphone unterwegs E-Mails abzurufen. Vielmehr geht es darum, ein Informationsmanagement einzurichten, das darauf ausgerichtet ist, Informationen losgelöst von strukturierten Quellen wie Dokumenten bereitzustellen. Es bedarf also eines Systems, das die Grenzen zwischen der realen und virtuellen Welt überwindet und eine übergreifende Kommunikation über das Internet of Things, kurz IoT, ermöglicht. Eine Verknüpfung der beiden Welten ist mit einem Object Management System (OMS) möglich, indem beliebig viele oder komplexe reale Objekte virtuell definiert, verwaltet und somit als digitale Informationsquellen genutzt werden.

Physische Objekte werden smart

BCT_Deutschland_Pressebild_Object_Management_System

BCT Deutschland

Ein OMS ist ein vollständig autonomes, aber anbindungsfähiges System, das sich problemlos in die bestehende IT-Infrastruktur des Unternehmens integrieren lässt. Die eigentliche Brücke zwischen realer und virtueller Welt schlagen Entwickler, indem sie zunächst physische Objekte mit einem Sensor ausstatten. Diese kleinen Bauteile bilden die Basis der Vernetzung, denn sie können in beliebiger Form in nahezu jedem Objekt Verwendung finden und machen es dadurch erst smart. Die Kommunikation und Interaktion von physischen und virtuellen Objekten kann dann sowohl über die für kleine Datenmengen geeignete Long-Range-Technologie erfolgen als auch über Wi-Fi oder andere Internetprotokollverbindungen.

Die über die Sensoren gemessenen Daten sind faktische Angaben zu den Eigenschaften des physischen Objekts – eine Tasse ist etwa ein zylinderförmiger, hohler Gegenstand mit Henkel – aber auch zu seinen Funktionen oder dem Verhalten. Eine Tasse lässt sich so auch als füllbares Gefäß für verbrennungsfreies Trinken beschreiben. Die gesammelten und an ein Datacenter weitergeleiteten Daten liest das OMS aus und definiert anhand der wesentlichen Informationen das physische Objekt als virtuelles Objekt. Über Open APIs lässt es sich in einem letzten Schritt mit einer Vielzahl dokument- und prozessverarbeitender Systeme verbinde,n wie etwa mit einer ERP- oder CRM-Software.

Seite 1 von 212