Mit neuen Infrarot-LEDs will Osram zusätzlich zu anderen Anwendungen auch die biometrische Identifikation in Autos und damit die Entriegelung per Iris-Scan  ermöglichen. Damit lege lichtbasierte Technologie einmal mehr den Grundstein für Innovationen in den Fahrzeugen von morgen, meinte Walter Rothmund, Marketing Manager Automotive für den Bereich Emitter Laser Sensor bei Osram Opto Semiconductors.

Die neue, Synios SFH 4772S A01 genannte LED ist für den Einsatz in Iris-Scan-Systemen geeignet. Diese Anwendung ist vor allem aus mobilen Geräten bekannt und ermöglicht dort beispielsweise das Entsperren von Smartphones ohne Passwort. In beiden Fällen fungiert die IRED als Lichtquelle, die die Iris mit infrarotem Licht in passender Wellenlänge beleuchtet. Eine Kamera kann das Bild des Irismusters dadurch unabhängig von der jeweiligen Augenfarbe erfassen. Das nachgelagerte System gleicht die Information mit den gespeicherten Daten ab und entsperrt bei Übereinstimmung das Gerät. Die SFH 4772S A01 emittiert infrarotes Licht mit einer Wellenlänge von 810 nm und erreicht bei 1 A eine optische Leistung von 1070 mW.

Infrarot-LED lassen eine Gesichtserkennung zu und ermöglichen Entriegelung per Iris-Scan mit IRED

Osram bietet biometrische Identifikation für den Automobilbereich an. Osram Opto Semiconductors

Das zweite vorgestellte Produkt, die Synios SFH 4775S A01, ist für Gesichtserkennung oder Driver-Monitoring geeignet – beides Applikationen, die vorzugsweise eine Wellenlänge von 940 nm benötigen. Die IRED hat eine optische Leistung von 1650 mW bei 1 A, ist aber auch für hohe Impulsbelastungen bis 5 A ausgelegt.

Die beiden neuen Komponenten weisen Abmessungen von 2,0 mm x 2,8 mm x 0,6 mm auf. Je nach Anforderung kann der Kunde eine für ihn passende Optik direkt über dem Bauteil anbringen. Die beiden Power-Emitter sind Lambert-Strahler mit Flachverguss, die Double-Stack-Technologie sorgt dabei für hohe Leistung. Beide Produkte sind für Automotive-Anwendungen qualifiziert und bis zu einer Temperatur von 125° Celsius freigegeben. Verfügbar sind die beiden IREDs ab Frühjahr 2019.