Philips Semiconductors und MobilEye BV. sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, um eine hochintegrierte System-on-Chip Lösung für automobile Fahrerunterstützungs-Applikationen herzustellen. Das ist der erste Schritt in Richtung Entwicklung von autonomen Fahrsystemen.


Beide Unternehmen werden ihr jeweiliges Know-how für die IC-Herstellung und Fahrerunterstützungs-Systeme einbringen. Das Ziel ist die Entwicklung eines ASIC-Designs für Applikationen wie Adaptive Cruise Control, die den Sicherheitsabstand in Cruise-Control-Modus einhält, Spurwechselwarnung, Auffahrunfallwarnung, und sensorische Verbundapplikationen für Auffahrunfall-Vermeidung und aktive Sicherheit. Philips Semiconductors‘ Führungsrolle in den Safe-by-Wire und FlexRay Konsortien folgend, stärkt diese Ankündigung die führende Position des Unternehmens in der Entwicklung von automobilen Sicherheits-, autonomen Fahr- und X-by-Wire-Systemen.


„Dies ist ein großartiger Fortschritt, um mehr aktive Sicherheitselemente ins Auto zu bringen,“ sagte Pascal Langlois, Vice-President für Philips Semiconductors‘ Global Market Segment Automotive. „Wir sind erfreut, mit MobilEye in einem Team zu arbeiten, um die Entwicklung von kostengünstigen elektronischen Sicherheitssystemen zu beschleunigen, die letztendlich das Fahrerlebnis viel sicherer machen werden. Zusätzlich stellt ASIC SoC einige entscheidende, technologische Herausforderungen dar, welche Philips Semiconductors und MobilEye bereit sind, zu lösen.“


„Gemeinsam entwickeln wir einen ASIC SoC von höchster Wichtigkeit für den automobilen Markt,“ sagte Ziv Aviram, President and Chief Executive von MobilEye BV. „Da Philips Semiconductors ein Marktführer bei automobiler Elektronik und ASIC SoC ist, sind wir sehr stark interessiert, mit ihnen an diesem Projekt zu arbeiten. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam diese wichtige Entwicklung für automobile Sicherheit mit schneller Produktionszeit auf den Massenmarkt bringen können.“



Die System-on-Chip Lösungen werden berechnungsintensive Applikationen für Echt-Zeit visuelle Erkennung und Szenen-Auswertung liefern, maßgeschneidert für den Gebrauch in intelligenten Fahrzeugsystemen. Die Chiparchitektur wurde für ein maximales Kosten-Leistungsverhältnis entworfen, erzielt durch eine ausgereifte Applikation, z.B. eine kostengünstige Version von Adaptive Cruise Control von einer einzelnen Videoquelle auf einem Single-Chip. Unter Benutzung von Sensoren ermöglicht dieses System intelligente Interpretationen des visuellen Feldes, wie das Wahrnehmen von Fahrzeugen, Fußgängern und Straßenschildern, um ein intelligentes Fahrerunterstützungs-System zur Verfügung zu stellen. Obgleich die Chiparchitektur für eine ausgereifte Applikation auf einem Single-Chip entworfen wurde, ist sie ausreichend flexibel und programmierbar, um ein breites Spektrum von visuell verarbeitenden Applikationen außerhalb des Fahrzeugs unterzubringen.


Die System-on-Chip Architektur bietet ein gutes Kosten-Leistungsverhältnis, um ein serienmäßiges Eindringen in den wachsenden Markt der intelligenten Fahrunterstützungs-Systeme zu erreichen. Die Architektur beinhaltet nicht nur mehrere ARM946 programmierbare, zentrale Mikroprozessoren als Antrieb von Mehrzweckberechnungen und Programmierung von Applikations-Stufen, sondern auch vier applikationsspezifische Module für Bildvorverarbeitung, Bewegungsanalyse, Mustererkennung und Spurhaltung.


Für ein leistungsfähiges Bildspeicher-Management sorgt ein 2.2-Mbit-SRAM-On-Chip Speicher. Um ein maximales Kosten-Leistungsverhältnis zu erzielen, sind periphere Schaltkreise integriert, die duale CAN, PROM, und SDRAM Steuerelemente, parallele I/O, und Bilddaten Input Units umfassen. Das System-on-Chip wird unter Verwendung der führenden CMOS 0.18 Micron Technologie hergestellt, die bereits in einigen Philips-eigenen Wafer Fabriken benutzt wird. Das Produkt wird volle automobile Qualifikation erhalten. Erste Silizium-Muster werden für Testzwecke bis Ende 2002 freigegeben. Das Ziel ist, die 2005 Automodelle entsprechend auszurüsten.