Frankfurt am Main, 3. April 2007. Ein weiterer Pkw-Exportrekord hat im 1. Quartal 2007 die erwartete und Mehrwertsteuer bedingte Inlandsdelle erfreulicherweise mehr als ausgeglichen berichtet der VDA. Mit 1,16 Mio. Pkw übertraf der Export das bereits hohe Ausfuhrergebnis des Vorjahres noch einmal um 12 Prozent.

Damit wurde beim Export der höchste Quartalswert aller Zeiten erzielt. Auch im März wurde mit einem Plus von 5 Prozent auf 416.500 Einheiten ein neuer monatlicher Exportrekord erreicht. Die Exportquote ist mit über 76 Prozent im 1. Quartal ebenfalls auf einem Höchststand. Getragen vom kräftigen Exportgeschäft legte die Produktion in den ersten drei Monaten um 7 Prozent auf 1,53 Mio.

Einheiten zu und erreichte damit den höchsten Wert in einem 1. Quartal. Die Produktion im März erhöhte sich um 4 Prozent auf 567.300 Pkw und stellt ebenfalls einen neuen Rekordwert dar. Auf dem Inlandsmarkt hingegen wurden die Pkw-Neuzulassungen auch im März 2007 erwartungsgemäß noch von den Nachwirkungen der Mehrwertsteuererhöhung beeinflusst.

Mit voraussichtlich 338.000 Fahrzeugen wurden 6 Prozent weniger Pkw als vor einem Jahr zugelassen. Neben dem Steuereffekt war der Vorjahresvergleich wegen des außergewöhnlich hohen Zulassungsvolumens im Vorjahresmonat, in dem ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand, verzerrt. Im ersten Quartal 2007 verzeichnete der Pkw-Absatz einen Rückgang von 10 Prozent auf 721.000 Einheiten, der ebenfalls nicht überraschend ist. Damit wurde der Gesamt-effekt der vorgezogenen Pkw-Käufe aus dem vierten Quartal 2006 weitgehend ausgeglichen. Der inländische Auftragseingang zeigt im März erstmals wieder Tendenzen einer Stabilisierung, die Auslandsorder sind sowohl im März als auch im 1. Quartal um jeweils 8 Prozent gestiegen.

Im weiteren Jahresverlauf sollten sich die Vielzahl neuer Modelle, die weiter anziehende Konjunktur, die anhaltende Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie das allmählich aufklarende Konsumklima positiv auf die Inlandsnachfrage auswirken. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die höhere Mehrwertsteuer, die auch im weiteren Jahresverlauf eine Kostenbelastung für die Verbraucher darstellt, sowie sonstige Belastungen der Automobil-Nutzung auf die Pkw-Inlandsnachfrage auswirken werden.

Der Dieselanteil am Pkw-Absatz ist im ersten Quartal auf 47 Prozent gestiegen, wobei die deutschen Hersteller, deren Diesel-Pkw inzwischen zu 86 Prozent mit Partikelfiltern ausgerüstet sind, hier einen Marktanteil von 76 Prozent erreichten. Dies ist sicherlich auch als Reaktion der Kunden angesichts der Klimadebatte zu werten.