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Durch die neuartige Laser-Markierungstechnologie lassen sich Produkte fälschungssicher markieren.
Das Verfahren setzt einen Ultrakurzpulslaser und unterschiedliche diffraktive optische Elemente ein, um individuelle und eindeutige Muster erzeugen.

Diese Produktfälschungen bescheren Unternehmen deutliche Umsatzeinbußen und häufig irreparable Imageschäden. Speziell in der Luft- und Raumfahrttechnik, dem Fahrzeugbau und der Medizintechnik werden sehr hohe Sicherheitsanforderungen an die verwendeten Bauteile gestellt. Der Einsatz von Produktfälschungen kann hier fatale Folgen haben. Eine eindeutige und lückenlose Identifizierbarkeit von Produkten ist sowohl für die Hersteller als auch für die Importeure, Händler und Kunden unverzichtbar.

Eine neu entwickelte Laser-Markierungstechnologie bietet nun erstmals die Möglichkeit, Produkte mit metallischen oder Silizium-Oberflächen absolut fälschungssicher zu markieren. Das neue Verfahren zur Produktkennzeichnung besteht aus einem Ultrakurzpulslaser und unterschiedlichen diffraktiven optischen Elementen (DOEs) zur Formung des Laserstrahles. Durchläuft der Laserstrahl die DOEs, wird ein Interferenzmuster erzeugt und auf das zu markierende Bauteil übertragen. Durch Rotation und Verschiebung der DOEs zueinander ändert sich das Interferenzbild und es lassen sich individuelle und eindeutige Muster erzeugen. Die Markierung wird anschließend mit einer transparenten Schutzschicht überzogen. Das Auslesen des Musters und die Überprüfung der Echtheit erfolgt mit einem mobilen Lesegerät.

Im Unterschied zur konventionellen Lasermarkierung beträgt die Markierungstiefe dieser neuartigen Technologie nur ca. 100 bis 200 nm. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Grundmaterial nicht durch den Laser beeinflusst wird. Dieser Aspekt ist vor allem für Bauteile im Bereich der Luft- und Raumfahrt von enormer Bedeutung. Auch dem sogenannten Reverse-Engineering hält die Markierung stand, da aus dem aufgebrachten Muster weder die Art der DOEs, noch ihre relative Position zueinander bestimmt werden kann. Dank der steten Weiterentwicklung der Technologie ist es nun möglich, neben metallischen Werkstoffen auch Silizium zu markieren. Zukünftig lassen sich auch Gläser und Keramiken mit Sicherheitsmerkmalen versehen. Die laserholographische Produktkennzeichnung bietet somit eine dauerhafte Lösung, um eindeutige und fälschungssichere Markierungen anzufertigen und wappnet die Unternehmen so gegen die wachsende Zahl an Plagiaten.