Die neue Version von Linux, Kernel 2.6, bietet eine signifikante Reduzierung der Interrupt Response Time (auf 11 µs), die den Sprung in den in die harte Echtzeit-Welt realisiert. Als erster Anbieter von DSP-basierenden Messtechnik-Karten bietet United Electronic Industries (UEI) jetzt den PowerDAQ-Treiber für Linux 2.6 an. In den Entwicklungslaboren von UEI wurde der neue Linux Kernel 2.6 im Vergleich zur Vorgänger-Version 2.4 eingehend getestet und eine Reduzierung des Interrupt-Antwortverhaltens von ca. 90% gemessen. Der signifikante Unterschied zwischen Linux 2.4 und 2.6 und der daraus resultierende geschwindigkeitsmäßige Quantensprung liegt in der neuartigen Behandlung von System-Calls und Interrupt-Bewertung. Unter Linux 2.4 konnten System-Calls sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und während dieser Zeit war das Betriebssystem hinsichtlich der Interrupt-Bedienung geblockt. Dies konnte im Worst-Case eine Interrupt-Antwortzeit von fast 2 ms bedeuten. Der neue Linux Kernel 2.6 beinhaltet Preemption Points, welche dem Scheduler die Fähigkeit verleiht, Tasks mit hoher Priorität zu erkennen und unmittelbar darauf reagieren zu können. UEI testete das Verhalten des neuen Linux Kernel 2.6 im No-Load-Szenario und im Heavy-Load-Szenario. Beim No-Load-Szenario arbeiteten die beiden Kernels nur in Verbindung mit der Messkarte und unter geringster Systembelastung. Selbst hier konnten schon große Unterschiede festgestellt werden, die sich im Heavy-Load-Szenario bei steigender Anzahl von System-Calls noch dramatisch verstärkten. Zusätzlich zur Verbesserung der Response-Time zeigt der Linux Kernel 2.6 auch ein wesentlich Peak-freieres Verhalten unter den verschiedenen Belastungs-Bedingungen. Der PowerDAQ-Linux-Treiber unterstützt sämtliche UEI-Messkarten für PCI, CompactPCI und PXI. Er ist ein integraler Bestandteil der PowerDAQ-Software-Suite Version 3.5 Support Package und kann kostenfrei, auch für bereits vorhandene UEI-Messkarten, von der nachfolgender UEI-Website geladen werden.