Eröffnet wird die auf dem Innovation Forum in Halle B2, Stand 441, in Kooperation mit der Messe München stattfindende Vortragsreihe von Dr. Wolfgang Heinbach. Der Vorstandsvorsitzende der COGD und President des International Institute of Obsolescence Management (IIOM) zeigt in seinem Beitrag auf, wie sich der Austausch von Wissen und Erfahrungen bei der COGD und dem IIOM positiv auf die eigenen Geschäftsprozesse auswirken kann.

Zwei im Gegensatz zur heutigen Wegwerfmentalität besonders ressourcenschonende Second Life-Beispiele präsentiert anschließend Michael Knöferle, Leiter Vertrieb & Marketing der BMK Group, bevor Dr. Jörg Berkemeyer, Business Development von IHS Market, ebenfalls anhand verschiedener Bespiele die vielfältigen Möglichkeiten eines komplexen Tools wie BOM Intelligence in punkto Stücklisten-Analyse, Suche nach alternativen Bauteilen, PCN-Management etc. erörtert.

Dr. Wolfgang Heinbach, Vorstandsvorsitzende der COGD und President des IIOM

Dr. Wolfgang Heinbach, Vorstandsvorsitzender der COGD und President des IIOM, wird die Vortragsreihe am ersten Messetag eröffnen. COGD

Dem schließt sich ein weiterer Vortrag von Dr. Heinbach an, in dem der Geschäftsführer von D+D+M Daten- und Dokumentations-Management ausführlich die Vorteile von prozessstandardisierten Software-Tools wie Smart PCN erläutert. Auf die langfristige Lagerung kritischer Komponenten zur Sicherstellung der Verfügbarkeit für Serienproduktion oder Ersatzteile hat sich HTV spezialisiert. Holger Krumme, Technischer Direktor des Unternehmens, stellt Interessenten anhand eines Vergleiches verschiedener Einlagerungsmethoden deren Vor- und Nachteile vor und zeigt Alternativen auf, die die Lagerfähigkeit auf bis zu 50 Jahre erhöhen können.

Abgerundet wird die Vortragsreihe von Anke Bartel, Regional Product Manager EMEA von Velocity Electronics, die ihre Zuhörer zum Abschluss darüber informiert, wo derzeit die Lieferzeiten steigen oder fallen und welche Trends sich auf dem Markt für elektronische Bauelemente abzeichnen.

Obsoleszenz: Schwer kalkulierbares Kostenrisiko

Wenn ein für die Produktion oder die Instandhaltung wichtiges Bauteil auf dem Markt plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, kann dies für das betroffene Unternehmen gravierende finanzielle Auswirkungen haben. Besonders deutlich spürbar sind diese bei Geräten, Anlagen und Systeme mit Lebenszyklen von über zehn Jahren. So gehen die Experten der Component Obsolescence Group Deutschland (COGD), einem gemeinnützigen Industrieverband mit aktuell über 150 Mitgliedsfirmen, davon aus, dass inzwischen bis zu 50 Prozent der gesamten Produktzykluskosten durch direkte oder indirekte Obsoleszenz-Folgen entstehen. Für Hersteller langlebiger Wirtschaftsgüter entwickeln sich obsolete Komponenten damit immer mehr zum oft nur schwer kalkulierbaren Kostenrisiko.

Nachdem nicht nur elektronische Bauteile und Systeme, sondern zunehmend auch Leiterplattenmaterialien, Hilfsstoffe, Software-Tools etc. von Obsoleszenz betroffen sind, halten immer mehr Fachleute mittelfristig die Einführung eines konsequenten Obsoleszenz-Managements entlang der kompletten Supply Chain für unumgänglich. Deshalb präsentieren Mitglieder der COGD einige praxiserprobte pro- und reaktive Lösungsansätze am 12. November von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr in Halle B2, Stand 441.

Productronica 2019: Halle B2, Stand 441