Insgesamt lagen die Aufträge für den deutschen Maschinenbau in den ersten acht Monaten des Jahres 2019 um real 9 % unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion sank – nach vorläufigen Zahlen – im gleichen Zeitraum um 1,6 %.

Insgesamt lagen die Aufträge für den deutschen Maschinenbau in den ersten acht Monaten des Jahres 2019 um real 9 % unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion sank – nach vorläufigen Zahlen – im gleichen Zeitraum um 1,6 %. VDMA

Der exportstarke Maschinenbau in Deutschland leidet zunehmend unter den vielen Verwerfungen auf den internationalen Märkten. Vor allem der ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China macht den Betrieben immer mehr zu schaffen. In der Folge hinterlassen Handelsstreitigkeiten, weltweit zunehmender Protektionismus sowie der ungelöste Brexit immer deutlicher ihre Spuren in den Büchern des Maschinenbaus – ebenso wie der tiefgreifende Strukturwandel in der Fahrzeugindustrie.

Insgesamt lagen die Aufträge in den ersten acht Monaten des Jahres im Maschinenbau um real 9 % unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion sank – nach vorläufigen Zahlen – im gleichen Zeitraum um 1,6 %. „Noch ist unklar, ob wir uns nur in einer konjunkturellen Schwächephase oder am Beginn einer echten Rezession befinden. Aber ein schneller Aufschwung ist definitiv nicht in Sicht“, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker in einem Pressegespräch auf dem 11. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin. „Daher bleiben wir bei unserer Produktionsprognose, die sowohl für dieses Jahr als auch für 2020 einen Rückgang von real 2 Prozent vorhersieht.“

Im Juli waren 1,06 Millionen Menschen in Maschinenbaufirmen mit mehr als 50 Mitarbeitern beschäftigt. Das waren 1,1 % mehr als im Vorjahr. Und viele Unternehmen suchen nach wie vor Fachkräfte, etwa für die Umsetzung des digitalen Wandels.

Allerdings wird angesichts der Auftragsflaute in manchen Fachzweigen des Maschinenbaus die Kurzarbeit wieder bedeutsamer. Im ersten Halbjahr waren geschätzt rund 5000 Menschen im Maschinenbau in Deutschland in Kurzarbeit. „Sollte es zu einer weiteren Konjunkturverschlechterung im Land kommen, wäre eine Ausweitung der Kurzarbeit auf 24 Monate – wie schon im Krisenjahr 2009 – sinnvoll. Darüber muss jetzt Klarheit geschaffen werden, damit die Unternehmen planen können“, sagte Welcker. Aus den damaligen Erfahrungen sollte allerdings die richtige Schlussfolgerung gezogen werden. Der VDMA fordert, bereits jetzt ins Gesetz zu schreiben, dass die Bundesagentur für Arbeit wieder die Sozialversicherungsbeiträge übernimmt, wenn die Betriebe dann ihre Mitarbeiter weiterbilden. Das von der IG Metall vorgeschlagene Transformations-Kurzarbeitergeld lehnt der VDMA ab.