Auf die Schnelle

Das Wesentliche in 20 Sek.

  • Temperaturwerte einfach in die Cloud gebracht
  • Nach und nach ausbaubar
  • Fertigungsabläufe transparent gestalten
  • Erübrigt konventionelle Insellösungen in der Produktion
Leuchtendes Vorbild für einfache Digitalisierung: Cloud sorgt für Transparenz von Temperaturwerten in der Kerzenfertigung.

Leuchtendes Vorbild für einfache Digitalisierung: Cloud sorgt für Transparenz von Temperaturwerten in der Kerzenfertigung. Autosen

Automatisierung wo möglich, Handarbeit wo nötig – nach dieser Devise hat sich der Traditionsbetrieb Karl Jaspers in fast 100 Jahren zu einem der wenigen international erfolgreichen Kerzenanbieter in Deutschland entwickelt. Mittlerweile erreichen die Fertigungskapazitäten ein Volumen von über 20.000 Tonnen Paraffin pro Jahr. Das Sortiment reicht vom Teelicht über die Duft- bis zur Kirchenkerze – einem Spezialgebiet des Traditionsunternehmens.

Feiertage, die Gartensaison oder die Weihnachtszeit verursachen im schnellen Wechsel Nachfragespitzen für die jeweiligen Artikel. Hinzu kommen immer schneller wechselnde Farb-, Form- und Dufttrends. Für die Fertigung heißt das: Die Maschinen müssen stets zuverlässig laufen und in möglichst kurzer Zeit umgerüstet sein. Um die Qualität zu sichern, sind je nach Produkt unterschiedliche fertigungstechnische Anforderungen genau einzuhalten. Ganz wichtig dabei: die Temperatur des Paraffins.

Jährlich 20 000 Tonnen Paraffin werden bei Jaspers in Paderborn zu unterschiedlichsten Kerzenarten verarbeitet.

Jährlich 20 000 Tonnen Paraffin werden bei Jaspers in Paderborn zu unterschiedlichsten Kerzenarten verarbeitet. Jaspers

Digitalisierung als nächster Schritt

Deutlich über 90 Prozent der Fertigungsschritte im Paderborner Werk sind Stand heute bereits automatisiert, die Digitalisierung ist damit der nächste logische Schritt. Dazu suchte das Unternehmen nach einer einfachen und unkomplizierten Lösung. Diese sollte einen wirtschaftlichen, schrittweisen Einstieg in das ermöglichen, was Geschäftsführer Thomas Jaspers selbst als ‚Handwerk 4.0‘ bezeichnet – eine digitale Fabrikation, in der die handwerklichen Werte nicht verloren gehen. Die Hauptanforderung: Alle Anlagenzustände sollen jederzeit über Sensordaten in der Cloud überwacht werden können. Eine eigene Cloudumgebung gab es nicht – abgesehen von der technologieaffinen Geschäftsführung – auch keine Programmierer, IT- oder Sensorik-Experten.

Die Wahl fiel auf den vor wenigen Monaten auf den Markt gekommenen Io-Key von Autosen ‒ ein speziell entwickeltes Komplettsystem für Anwender, die nach einem risikolosen und wirtschaftlichen Weg in die Digitalisierung suchen. Die IIoT-Lösung besteht aus einem Gateway, das die Sensordaten bündelt und in bedarfsgerechten Intervallen überträgt. Hinzu kommen eine integrierte SIM-Karte und Datenpakete für die Datenübertragung in die leistungsfähige Cloudumgebung. Das Plug-and-Play-Konzept erfordert weder Programmieraufwand noch sonstige Eingriffe in die vorhandene IT. „Die Inbetriebnahme lässt sich ohne Fachwissen durchführen“, erklärt Thomas Jaspers und sei in kurzer Zeit durch die Mitarbeiter vor Ort erledigt. Jaspers zielt mit der Digitalisierung auch auf einen effizienten Umgang mit personellen Ressourcen – Stichwort Fachkräftemangel.

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