In der Elektromobilität ist eine möglichst verlustfreie Umwandlung von Strom in Wärme gefragt. Da die regulären Heizsysteme in elektrischen und hybriden Mobilitätskonzepten nicht mit der Abwärme eines Verbrennungsmotors betreibbar sind, kommen Thermosysteme zum Einsatz, der Funktion getestet werden müssen.

Die Testlösung zur Prüfung der Platinen eines Thermosystems für Elektrofahrzeuge besteht aus einem End-of-Line-Tester und einer Teststation mit integriertem Laser-Profilsensor.

Die Testlösung zur Prüfung der Platinen eines Thermosystems für Elektrofahrzeuge besteht aus einem End-of-Line-Tester und einer Teststation mit integriertem Laser-Profilsensor. MCD Elektronik

Bei der Testlösung von MCD Elektronik kommt ein End-of-Line-Tester zum Einsatz, der im VTS-Standard modular aufgebaut ist. Dieser prüft die PCBs funktional, was unter anderem Schaltungsvorgänge mit bis zu 500 V beinhaltet. Für die Steuerung des Thermosystems im Fahrzeug sind Bedienelemente und Taster in der Mittelkonsole implementiert, die mit der Steuerplatine per LIN-Protokoll kommunizieren. Da diese Bedienelemente während der Produktion noch nicht angeschlossen sind, simuliert das LIN-CAN-Remote-Modul im Testsystem die Schaltungen der Bedienelemente im Dauerlauf. Darüber hinaus wird auch die Kommunikation mit den Heizelementen durch den EOLT simuliert, um die verlustfreie Leistungsübergabe von maximal 7 kW zu verifizieren.

Damit es hierbei nicht zu Leistungsverlusten kommt, müssen auf der Platine verbaute IGBTs positionsgenau vermessen werden. Denn nur bei exakter Lage der angelöteten IGBTs lassen sich die Kühlflächen später bei der Verbauung ganzheitlich kontaktieren. Diese Vermessung übernimmt die zweite Teststation mit einem integrierten Laser-Profilsensor der Firma Keyence. Der Sensor misst mit einer Genauigkeit von 0,005 mm und erkennt falsch positionierte Elemente vor der Verbauung. Wäre dies nicht gewährleistet, könnte eine nicht abgeführte Verlustleistung zur Zerstörung des Moduls und damit zu einem Ausfall des Heizsystems führen.