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Bild 1: Thermobild eines Multi-Chip LED-Arrays.
Bild 2: Bei der 25 W Mega Zenigata sind 168 gehäuselose LED-Dies parallel und seriell miteinander verdrahtet (rechts) und mit einer gemeinsamen Phosphorschicht überzogen.

Wer bislang die Leistung eines 150 W Halogenstrahlers mit LEDs realisieren wollte, konnte dies prinzipiell entweder mit acht in Serie geschalteten 3-W-, zwölf 2-W- oder mit 24 einzelnen 1-W-LEDs tun. Da jede LED ein eigenes Gehäuse hatte, benötigte diese eine eigene Optik und wurde somit als einzelne Lichtquelle wahrgenommen. Der Platzbedarf war recht hoch und es kam zu einer mehrfachen Schattenbildung.

Der UL-zertifizierte RACD30  von Recom hat eine Lebens-erwartung von mehr als 70.000 Stunden und kann weltweit in allen Netzen betrieben werden.

Der UL-zertifizierte RACD30 von Recom hat eine Lebens-erwartung von mehr als 70.000 Stunden und kann weltweit in allen Netzen betrieben werden.Recom

Inzwischen geht bei lichtstarken Leuchtmitteln der Trend zur Multi-Chip-Lösung. Dabei wird eine Vielzahl gehäuseloser LED-Dies mit minimalem Abstand auf eine Keramikplatte „gepackt“. Der Platzbedarf verringert sich erheblich. Fast noch wichtiger: Die gesamte Leuchtfläche ist mit einer Phosphorschicht überzogen, so dass Multi-Chip-LEDs tatsächlich als einzelne Lichtquelle wahrgenommen werden. Der Aufwand für Optik und Reflektor reduziert sich erheblich. Gleichzeitig wird ein guter Wärmetransfer sowie eine sehr homogene Verteilung erreicht, so dass das Wärmemanagement vereinfacht wird (Bild 1).

Eingespieltes Doppel

Zukünftig werden die Hersteller von LED-Treibern noch enger mit jenen von LED-Chips zusammenarbeiten, um das Potenzial des „neuen Lichts“ hinsichtlich Lichtausbeute, Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit voll ausschöpfen zu können. Wir stehen erst am Anfang einer rasanten Entwicklung, an der nicht nur Stadien oder Flughäfen auf LED umgestellt werden, auch im Heim- und Bürobereich werden innerhalb weniger Jahre Milliarden neuer LEDs leuchten. Alle angetrieben von Konstantstrom-Treibern, die der LED hinsichtlich Lebenserwartung in nichts nachstehen sollten. Denn nur so lässt sich ein wartungsfreier Betrieb garantieren.

Als Beispiel sei hier die 25 W Mega Zenigata von Sharp erwähnt: 168 auf einer Leuchtfläche von knapp 2 cm2 verteilte LED-Dies sind so als Array „verdrahtet“, dass sie bei 700 mA Konstantstrom aus rund 38 V DC ihre optimale Leuchtkraft entfalten können (Bild 2). Bei 4000 K sind dies 2550 lm, was der Leuchtkraft eines 150 W Halogen-Strahlers entspricht.

Dabei ist die Lichtqualität sehr natürlich! Während Tageslicht einen CRI-Wert (Color Rendering Factor) von 100 erreicht, schafft Sharp‘s Mega Zenigata mit bis zu 93 (modellabhängig) hervorragende Werte! Sie ist damit nicht nur eine effiziente, sondern auch in punkto Lichtqualität und Farbtemperatur eine dem natürlichem Licht sehr nahe kommende Alternative.

Der AC/DC-Treiber liefert konstant 700 mA

Mit dem RACD30 hat Recom einen AC/DC-Treiber entwickelt, der speziell auf die Belange der Mega Zenigata abgestimmt ist. Er liefert 700 mA Konstantstrom und bietet in punkto Ausgangsspannung mit bis zu 42 V DC genügend Reserve. Durch seinen universellen Eingang kann er in allen Netzen weltweit eingesetzt werden. Der RACD30 ist mit aktiver Powerfaktor-Korrektur (PFC) ausgestattet und erreicht mit mehr als 0,95 einen weit besseren Wert als in einschlägigen Normen wie EN 61000-3-2 oder Energy Star vorgegeben ist. Er ist bis 3 kV isoliert und gemäß UL8750 zertifiziert. Ein Stecker am Ausgang vermeidet Anschlussfehler durch ungeübtes Personal.

In punkto Lebenserwartung steht der RACD30 LED-Arrays wie der Mega Zenigata in nichts nach. Er ist für eine Lebenserwartung von mehr als 70.000 Stunden konzipiert. Dabei handelt es sich um eine getestete Spezifikation und nicht um einen errechneten Wert wie bei der MTBF. In der Praxis bedeutet dies bei 10 Stunden täglichem Betrieb und 25 °C eine Lebenserwartung von 20 Jahren. Der Treiber wird also ähnlich lange funktionieren, wie dies für LED-Arrays bei ausreichender Kühlung zu erwarten ist. Deshalb scheut sich Recom nicht, seinen Treibern eine 5-jährige Werksgarantie mit auf den Weg zu geben.