ASi-5 können jetzt alle Gerätehersteller implementieren.

ASi-5 können jetzt alle Gerätehersteller implementieren. AS-Interface

Die ASi-5-Siliziumlösung läuft bereits in ersten Installationen, nachdem sie die Entwicklungspartner in den vergangenen 12 Monaten in ersten Produkten auf Herz und Nieren im Feld getestet haben. Als Entwicklungspartner hat Renesas sein Know-how in Übertragungsverfahren und der Halbleitertechnologie in die Definition des ASi-5-Standards eingebracht.

Neben dem ASI4U-V5-Halbleiter stellt die Entwicklungsgemeinschaft auch eine verifizierte Firmware für den IC zur Verfügung. Alle Funktionen des Chips werden durch die Firmware gekapselt. Das vereinfacht die Implementierung einer Anschaltung nach dem ASi-5-Standard enorm, da sich die Geräteentwickler nicht mit den Interna des ASI4U-V5-Chip beschäftigen müssen. Die Firmware deckt die beiden definierten Slave-Implementierungen ab. Beim ‚Simple-Slave‘ werden Prozessdaten nur über digitale I/Os an den Chip übergeben und sukzessive über das ASi-5-Protokoll übertragen.

Im Gegensatz dazu wird der IC beim ‚Complex-Slave‘ über die SPI-Schnittstelle bedient. Hier werden bis zu 32-Byte pro Zyklus übertragen, was komplexe Anwendungsszenarien ermöglicht und außerdem die erweiterte Funktionalität von ASi-5 zugänglich macht. Bei Interesse an Master-Implementierungen unterstützt Renesas kundenspezifisch.

Das Silizium in einem 64-Pin QFN-Gehäuse (9 x 9 mm, 0,5 mm Pitch) verbraucht in einer typischen Anwendung knapp ein halbes Watt. Unterstützt wird ein Temperaturbereich von -40 bis 85°C. Renesas stellt zudem Referenzschaltungen zur Verfügung. Für kurzfristige Entwicklungen sind IC-Samples und Referenzboards ab sofort verfügbar.

ASi-5 die Anfänge

Aufgrund der unterschiedlichen Frequenzbänder können auf der gleichen Leitung mehr Teilnehmer und mehr Bandbreite realisert werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Frequenzbänder können auf der gleichen Leitung mehr Teilnehmer und mehr Bandbreite realisert werden. Renesas

Zwar ist der ASI-3-Standard gut etabliert, jedoch wuchs mit dem Trend, immer mehr Intelligenz in Sensoren und Aktoren zu implementieren, auch die Anforderung an den Feldbus. Um Industrie-4.0-Anwendungen adressieren zu können, brauchte es eine neue Generation des ASi-Standards. In erster Linie fehlen ASi-3 einfache Möglichkeiten zur asynchronen Kommunikation, die erweiterte Funktionen wie Eigendiagnose, Ereignisanzeige und dynamische Parametrisierung ermöglichen.

Daneben wollen viele Anwender neben binären Daten auch Analogwerte übertragen. Mit dem IO-Link-Standard sollten ebenfalls einfache Integrationsmöglichkeiten von Sensoren und Aktoren geschaffen werden.
Aus diesen Anforderungen resultiert letztlich die Notwendigkeit, mehr Daten pro Zyklus zu übertragen als bisher. Gleichzeitig galt es die uneingeschränkte Rückwärtskompatibilität zu ASi-3 sicherzustellen. Die neue Generation sollte außerdem kürzere Zykluszeiten, eine größere Leitungslänge sowie mehr Geräteanschaltungen unterstützen.

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