Mit der Übernahme von Integrated Device Technologie (IDT) erweitert der Halbleiterkonzern sein Portfolio um Sensorik, drahtlose Leistungsübertragung HF- und Timing-Chips sowie ICs für optische Verbindungstechnik. So will sich Renesas für die aus dem IoT und Big Data erwachsenden Anforderungen an die Datenverarbeitung aufstellen. Auch Industrial-Geschäft und Automotive-Geschäft soll vermehrt adressiert werden – etwa mit Angeboten für das automatisierte Fahren sowie für Elektromobilität..

IDT

Bunsei Kure, CEO von Renesas, im Gespräch mit Chefredakteur Alfred Vollmer und Michael Hannawald, Europachef von Renesas (v.l.n.r). Renesas

„IDTs Produkte werden Renesas, zusammen mit unseren MCUs, SoCs und Power-Management-ICs, in die Lage versetzen, sein Portfolio und seinen Zugriff Felder wie das wachsende Geschäft für Datenwirtschaft zu erweitern“, sagte Bunsei Kure, Representative Director und CEO von Renesas.

Die Transaktion über den Kaufpreis von umgerechnet 6,7 Milliarden US-Dollar soll bis in der ersten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden. Dabei zahlt Renesas 49 US-Dollar für jede IDT-Aktie. IDT soll nach der Übernahme als eigenständiges Tochterunternehmen geführt werden.

Die Akquise des US-Unternehmens steht auch im Zeichen Internationalisierung, die der Konzern seit einigen Jahren verfolgt. Wie Bunsei Kure unter anderem im Interview mit all-electronics.de erklärte, will Renesas seine Japan-Zentriertheit überwinden und sich auch in geografischer Hinsicht breiter platzieren. So übernahm Renesas neben anderen Unternehmen im Frühjahr 2017 etwa Intersil, das nun als Renesas Electronics America firmiert.