Die RISC-V-Prozessor-Ablaufverfolgungs-Spezifikation soll bei der Fehlersuche hilfreich sein, da sie genaue und detaillierte Aktivitätsspuren mit Filterfunktionen zur Isollierung der wichtigen Ablaufverfolgungsteile aufzeigt. „Das RISC-V-Ökosystem zeigt weiterhin ein hohes Maß an Interoperabilität zwischen den Implementierungen verschiedener Anbieter. Mit der Ratifizierung der Prozessor-Trace-Spezifikationen haben sich Trace-IP-Entwickler, SoC-Integrationsingenieure und Debugging-Software-Entwickler auf einen effizienten komprimierten Standard für die Darstellung des Programmflusses auf einem RISC-V-Kern geeinigt“, sagte Krste Asanovic, Chairman of the Board der RISC-V-Foundation.

Die RISC-V-Foundation hat die Ratifizierung der Trace-Spezifikationen für RISC-V-Kerne angekündigt.

Die RISC-V-Foundation hat die Ratifizierung der Trace-Spezifikationen für RISC-V-Kerne angekündigt. RISC-V-Foundation

Das Entwerfen und Entwickeln von Software kann je nach Umfang und Komplexität des Arbeitsaufkommens Monate und in einigen Fällen auch länger dauern. Allzweck- und Legacy-ISAs sind nicht dafür ausgelegt, den wachsenden Computeranforderungen gerecht zu werden, was die Industrie dazu drängt, RISC-V und sein offenes Kooperationsmodell zu nutzen. Entwickler und Ingenieure, die RISC-V und sein Modell der offenen Standardzusammenarbeit anwenden, sind nun in der Lage, aus der Prozessor-Trace-Spezifikation Kapital zu schlagen und den Zeitaufwand für das Debugging und die Integration von Tools und Standarderweiterungen zu minimieren.

„Das Programmverhalten eines Systems zu verstehen, ist oft ziemlich schwierig, insbesondere bei der Arbeit mit komplexen Systemen für das HPC (High Performance Computing), das Internet der Dinge, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz“, sagte Gajinder Panesar, Vorsitzender des ständigen Ausschusses für Trace und Fehlersuche der RISC-V Foundation. Entwickler und Ingenieure verbringen etwa 50 bis 75 Prozent ihrer Zeit mit der Fehlersuche und der Integration von Tools und Erweiterungen. Mit der Ratifizierung der Prozessor-Trace-Spezifikation können Anwender Core-Lieferanten und Anbieter von Trace-Encodern wählen, da sie wissen, dass die Toolhersteller diesen Standard in Zukunft unterstützen.

Die RISC-V-Mitgliedsfirmen Andes Tech, Blue Spec, Codasip, Esperanto, ETH Zürich, Seagate, Sifive, Syntacore, Ultra-SoC, Vedanta Micro, Western Digital und andere trugen zur Ratifizierung der Prozessor-Trace-Spezifikation bei. Die Processor Trace Task Group der RISC-V Foundation ist dabei, das Trace-Ökosystem zu verbessern und wird dem neu gebildeten Trace- und Debug-Lenkungsausschuss Pläne zur Prüfung und Anleitung vorschlagen.