Bildergalerie
Bild 1: Mit den Serien AX und KX wurde das komplette Programm für Kompaktschaltschränke inkl. Kleingehäuse einem Relaunch unterzogen und zur Systemlösung weiterentwickelt.
Bild 2: 3D-Daten für durchgängig digitalisierte Abläufe sind über die Website oder das Eplan-Data-Portal verfügbar. Teilereduzierung sorgt für vereinfachtes Engineering. Konfiguration und Bestellung erfolgen über das Rittal-Configuration-System und den Onlineshop.
Bild 3: Lackiertes Stahlblech oder Edelstahl in zahlreichen Größen – sowohl der AX als auch der KX sind in vielen Varianten ab Lager lieferbar. Den neuen AX gibt es beispielsweise in etwa 40 verschiedenen Abmessungen.
Bild 4: Die Flanschplatten, durch die Leitungen im Boden des Kompaktschaltschranks geführt werden, bieten je nach Modell durchschnittlich 35 % mehr Platz gegenüber der Vorgängerlösung.
Bild 5: Mit den flexiblen Möglichkeiten für den Innenausbau wird der AX zum Systembaukasten.
Bild 6: Alle Flachteile sind bei Auslieferung lose beigelegt und können direkt ohne Demontage bearbeitet werden. Die Montage kann weitgehend werkzeuglos erfolgen.
Bild 7: Rundum im Gehäuse eingeprägte Nocken sorgen für präzise Positionierung und sichere Befestigung der Innenausbauschienen – auch unter dynamischen Belastungen (nicht für Edelstahl).
Bild 8: Die Fertigung der Kompaktschaltschränke AX und der Kleingehäuse KX findet im neu errichteten Werk in Haiger statt. Das Produktionswerk für Kompaktgehäuse setzt durchgängig auf Industrie-4.0-Konzepte und auf hochautomatisierte Prozesse, um eine ständige Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen.

Die Anforderungen an Gehäuse für die Elektrotechnik haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Dabei spielt die Digitalisierung eine maßgebliche Rolle. Ein bekanntes Beispiel: Maschinen und Komponenten sind mit mehr Sensoren und Aktoren sowie Schnittstellen ausgestattet. Diese brauchen wiederum die Vernetzung beziehungsweise den Anschluss an übergeordnete Steuerungen. Dies führt zu einer größeren Zahl der im Gehäuse zu montierenden Komponenten und damit zu einer höheren Anzahl an Leitungen, die über die Flanschplatte ins Innere geführt werden müssen. Diesen geänderten Anforderungen wird der AX zum Beispiel mit einer bis zu 35 Prozent größeren Flanschplatte gerecht. Gleichzeitig steigt die Packungsdichte in den Gehäusen, da viele Komponenten immer kompakter werden. Die Anforderungen an bessere Raumnutzung, eine leichtere und schnellere Handhabung und vor allem die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten zur Nutzung entlang des gesamten Herstellungsprozesses sind daher von dem Herborner Unternehmen aufgegriffen worden. Das Produktportfolio im Bereich Kleingehäuse und Kompaktschaltschränke wurde komplett überarbeitet. Eine der wichtigsten Ziele bei der Neuentwicklung war die Reduzierung von Komplexität entlang sämtlicher Kundenprozesse vom Engineering über die Auftragsabwicklung bis hin zu Bearbeitung, Montage und Service beim Kunden.

Eckdaten

Die Anforderungen an die Elektrotechnik haben sich durch die Digitalisierung stark verändert. Deshalb hat Rittal das Produktportfolio im Bereich Kleingehäuse und Kompaktschaltschränke überarbeitet.

Daten von Anfang an verfügbar

Die geringere Komplexität macht sich schon bei der Auswahl der passenden Gehäuselösung bemerkbar. Nur noch jeweils eine Produktlinie bei den Kompaktschaltschränken und den Kleingehäusen statt bisher zwei beziehungsweise drei machen die Auswahl leichter. Abmessungen oder Anwendungen gehen dabei nicht verloren. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist auch die Teilevielfalt geringer, was die Planung zusätzlich vereinfacht. Für das Engineering, idealerweise etwa bei der Elektroplanung mit Eplan Electric P8 und der 3D-Aufbauplanung mit Eplan Pro Panel, stehen hochwertige 3D-Daten zur Verfügung. Die Planer finden entsprechende Daten für die neuen Kompaktschaltschränke und Kleingehäuse entweder auf der Website von Rittal oder im Eplan-Data-Portal.

Eine besonders komfortable Konfiguration und Bestellung bietet das Configuration-System. Eine Plausibilitätsprüfung sorgt hier dafür, dass immer nur passendes Zubehör verwendet werden kann, was zu einem Zeitgewinn bei der Auswahl führt. In einem 3D-Modell innerhalb des Konfigurators kann das gewählte Zubehör gleich an der dafür vorgesehenen Stelle platziert werden. Im Anschluss ist es möglich, die so konfigurierten Schaltschränke und Gehäuse inklusive Stückliste direkt in die 3D-Aufbauplanung zu übernehmen. Auch lassen sich die CAD-Daten nahtlos für die Fertigung übernehmen, wo sie etwa Bearbeitungszentren für die Flachteilbearbeitung wie die Rittal Perforex ansteuern.

Zeitgewinn auch in der Werkstatt

Die Kompaktschaltschränke und Kleingehäuse bieten auch bei Kundenprozessen Vorteile. So lassen sich zum Beispiel die Türen, die bei der Lieferung lose beigelegt sind, ohne Werkzeug einbauen. Eine werkzeuglose Montage ist zudem bei den Verschlusssystemen möglich. Die Erdung von Montageplatte und Tür ist beim neuen Kompaktschaltschrank ebenfalls verbessert. So kann die Erdung an der Montageplatte von der Vorderseite aus nachträglich festgeschraubt werden. Ebenfalls neu sind die Wandbefestigungshalter, die sich jetzt von außen am Gehäuse befestigen lassen. Dies reduziert die Gefahr von Transportschäden, da die überstehenden Wandhalter erst am Aufstellungsort montiert werden können. Sie lassen sich auch anbringen, wenn bereits Komponenten eingebaut sind. Außerdem bleibt die Schutzart des Gehäuses erhalten, wenn die Wandbefestigungshalter montiert werden. Diese und viele weitere Details machen die Arbeit in der Werkstatt deutlich einfacher. Im Ergebnis profitieren Anwender von einem Zeitgewinn und der damit verbundenen Senkung der Kosten.

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