Rittal-Baustelle in Haiger. 2018 eröffnet hier das weltweit größte Werk für Kompaktgehäuse. Vor diesem Hintergrund schließt Rittal drei Standorte, für die nun die Sozialpläne verabschiedet wurden.

Rittal-Baustelle in Haiger. 2018 eröffnet hier das weltweit größte Werk für Kompaktgehäuse. Vor diesem Hintergrund schließt Rittal drei Standorte, für die nun die Sozialpläne verabschiedet wurden. Rittal

Nach intensiven Beratungen schlossen die Rittal-Geschäftsführung und die zuständigen Betriebsräte am gestrigen Dienstag die Sozialpläne für die zu schließenden Produktionsstätten Burbach, Rennerod und Wissenbach ab. Für die Veränderungen im Werk Hof wurde ebenfalls eine Einigung erzielt. Nur für das Produktionswerk Herborn laufen die Verhandlungen; derzeit befinden sie sich im Einigungsstellenverfahren. Ein Interessenausgleich war bereits im Jahr 2016 verabschiedet worden.

Die Regelungen der Sozialpläne sehen neben den Abfindungszahlungen etwa Regelungen für Entfernungspauschalen, Überbrückungsregelungen, die Anerkennung von Beschäftigungsjahren bei Standortwechseln vor. Hinzu kommen Verdienstsicherungsvereinbarungen. Zusätzlich stellt Rittal den ausscheidenden Mitarbeitern eine Transfergesellschaft zur Verfügung, die diese qualifizieren und in neue Beschäftigungsverhältnisse vermitteln soll.

„Die Verhandlungen verliefen in einem konstruktiven zukunftsorientierten Dialog. Das Ergebnis ist sozialverträglich und berücksichtigt die Berufs- und Lebenssituation der Mitarbeiter angemessen und fair“, erklärt Markus Betz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Rittal, stellvertretend für die Unterzeichner der vier Produktionswerke. „Wir wollen den langfristigen Erfolg in der Region. Mit diesem gemeinsam erarbeiteten Sozialplan übernehmen wir soziale Verantwortung, genauso wie wir mutig in die Zukunft investieren“, so Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group: „Ich bin dankbar, dass die Pläne der Geschäftsführung eine so große Zustimmung der Mitarbeiter und Betriebsräte gefunden haben.“