Glasfaserkabel werden auch zur Verbindung von Funktürmen und anderen Kommunikationsaußenanlagen verwendet.

Glasfaserkabel werden auch zur Verbindung von Funktürmen und anderen Kommunikationsaußenanlagen verwendet. Bulgin

Während Glasfaserkabel für Innenräume den Richtlinien für Gebäude und Elektroinstallationen entsprechen, müssen sie im Außenbereich wesentlich robuster sein, um Beschädigungen zu verhindern. Glasfaserkabel lassen sich dauerhaft miteinander verbinden – entweder durch Verschmelzen oder durch mechanisches Crimpen. Es sind jedoch auch weniger dauerhafte Verbindungen beim Anschluss von Glasfasern erforderlich, zum Beispiel, um Kabel miteinander oder mit verschiedenen Geräten zu verbinden. Zu diesem Zweck werden Glasfaser-Steckverbinder beziehungsweise Lichtwellenleiter (LWL) -Anschlüsse verwendet.

Die gebräuchlichsten Anschlüsse sind heute die Steckverbinder SC, ST (Bajonett-Twist) und LC (Push-Pull-Verriegelung). Bevorzugt wird der LC-Verbinder, weil er viel kleiner ist. Zudem bietet er eine sichere Clip-Verbindung. Im Vergleich dazu liefern SC-Steckverbinder bei korrekter Verbindung keine positive Rückmeldung (Klicken), und obwohl ST-Steckverbinder über einen Bajonett-Drehverschluss verfügen, kann die Signalübertragung durch Zug am Kabel unterbrochen werden.

Bei allen drei Anschlüssen liegt der wesentliche Nachteil in ihrer hohen Anfälligkeit. Schon bei geringsten Zugkräften am Kabel können sich die Fasern aus der Ausrichtung lösen und trennen, auch wenn es so aussieht, als wären sie noch normal eingesteckt.

Raue Umgebungen erfordern robuste Gehäuse

Glasfaserkabel müssen in rauen Umgebungen Witterungseinflüssen und extremen Temperaturen standhalten.

Glasfaserkabel müssen in rauen Umgebungen Witterungseinflüssen und extremen Temperaturen standhalten. Bulgin

Praktisch jede Anwendung, die Daten irgendwo auf der Welt austauscht und nutzt, ist heute wahrscheinlich über Glasfaser verbunden. Mit der steigenden Nachfrage nach FTTH (Fiber to the Home) müssen optische Steckverbinder auch unterirdisch verlegt oder in Gehäusen in Außenbereichen installiert werden. Sie befinden sich auf Antennenmasten, Brücken und anderen Erhebungen und übertragen Daten von Überwachungs- und Verkehrskameras, Sensoren und Radar-Einrichtungen. Sie müssen bei Live-Fernsehübertragungen über Stock und Stein eine Übertragung gewährleisten, auf hoher See dem Salznebel oder in modernen Flugzeug-Navigationssystemen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt widerstehen.

Auch auf Baustellen, im Bahnbereich und in Fahrzeugen werden Glasfaserkabel zunehmend für Mess- und Überwachungsaufgaben eingesetzt. Im Bahnbereich kommen heute neue Systeme für die Überwachung des Streckennetzes, zum Beispiel gegen Gleisblockierung, Diebstahl, Einbruch und Überhitzung zum Einsatz.

Der Trend hin zum Internet der Dinge (IoT) und zur Industrie 4.0 bedeutet, dass eine große Zahl von Sensoren und Aktoren in Fertigungslinien Daten in die Cloud übertragen und von dort empfangen – einem Netzwerk aus Feldbussen, Bridges, Gateways und Repeatern. Um diese riesigen Datenmengen zu kanalisieren, sind Glasfaserkabel erforderlich.

Dabei reicht ein einfacher Standard-LC-Steckverbinder nicht aus. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Glasfaser vor Umgebungseinflüssen zu schützen. Entwickler versuchen dabei, den Steckverbinder in speziellen Gehäusen unterzubringen. Allerdings sind diese Gehäuse teuer und sperrig. Ein robustes Steckverbindergehäuse, konzipiert zur Aufnahme eines Standard-LC-Steckverbinders, kann die ideale Lösung sein, um diese Anschlüsse in jeder Umgebung mobil und sicher vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit und weiteren Umgebungseinflüssen zu schützen. Robuste Steckverbinder eignen sich auch ideal für Serverräume oder Telekommunikationseinrichtungen, um Kabel sicher zwischen Standorten zu verbinden. Dies gilt auch für WLAN-Zugangspunkte.

Nächste Seite beschreibt was es bei der Wahl des richtigen robusten Steckers zu berücksichtigen gilt.

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