Kooperation beschlossen (v.l.n.r.): Siegfried Handke und Andreas Geitz, beide Geschäftsführer der Handke Industrie Software GmbH, Erich Palm, Vice President Rommel GmbH.

Kooperation beschlossen (v.l.n.r.): Siegfried Handke und Andreas Geitz, beide Geschäftsführer der Handke Industrie Software GmbH, Erich Palm, Vice President Rommel GmbH.Handke

Markierstationen, wie z. B. Lasermarker, Lagermodule, Transportbänder, alle diese Maschinen-Komponenten finden sich in nahezu jedem Fertigungsbetrieb. Rommel steht für qualitativ hochwertige, wartungsfreundliche Systeme, die problemlos mit diversen Maschinentypen und -Herstellern gekoppelt bzw. integriert werden können Die Fertigung elektronischer Flachbaugruppen stellt unterschiedliche Anforderungen an die Intelligenz dieser Systeme, abhängig von Stückzahl, Aufwand bei der Rüstung, Häufigkeit der Wechsel und Zykluszeiten.

Viele Fertigungsanlagen sind auf häufig wechselnde Produkte ausgerichtet. Die dabei anfallenden Zeiten für Umrüstarbeiten fallen bei der Effizienz der Anlagen schwer ins Gewicht; hinzukommen Fehler bei der Bedienung im Rüstprozess. Dabei kommt es zu langen, unproduktiven und kostenintensiven Linienstillständen.

Rüstwechselzeiten minimieren

Abhilfe bieten hier intelligente Software-Systeme, die über Rezeptverwaltung, Prozesssteuerung und Prozess-Verriegelung die Rüstung der Linie steuern. Zu jedem Produkttyp der auf der Linie gefertigt wird werden Rezept-Parameter hinterlegt. Diese steuern die Ein- und Umstellung der Spurbreiten.

Schnell auf Produktionswechsel reagieren

Für jeden einzelnen Prozessschritt werden einmalig Informationen hinterlegt, welche Kriterien erfüllt sein müssen damit der nächste Prozessschritt aktiviert wird, mit welchen Kriterien das Bauteil ausgeschleusst werden muss.

Vom Linerecorder-Software-System werden alle Rüstinformationen an jedes Einzelmodul geliefert und damit gesteuert. Ohne die Linie leer laufen lassen zu müssen werden Einstellungen der Handlingssysteme geändert sobald der letzte Artikel aus der vorherigen Produktfamilie das jeweilige Modul verlassen hat.

Hoher Produktivitätsfaktor

Traceability und Produktivitätssteigerung – diese Begriffe sind heute nicht mehr nur Schlagworte. In vielen Branchen ist die Fähigkeit zur Traceability vielmehr zwingend vorgeschrieben. Über die Produkt-Kennung können eine Vielzahl von Kennzahlen ausgewertet werden. Häufig werden diese Kennzahlen als „Abfallprodukte“ der Traceability einfach gespeichert. Die Linerecorder-Software generiert hieraus Reports und Analysen die der Effizienzsteigerung der Einzelmaschine oder der gesamten Linie dienen (OEE-Level-Bestimmung).

Traceability für Handlingsmodule

Dort wo die Intelligenz der Maschinen eher niedrig ist, keine definierten Datenprotokolle ausgetauscht, bzw. weitergegeben werden war Traceability und Effizienzsteigerung bisher nicht möglich.

Handke hat mit der Linerecorder Smartbox diese Lücke geschlossen. Kommunikation mit den Modulen erfolgt über SMEMA-Schnittstelle. Hier werden Signale, wie z. B. IO oder NIO, kann Leiterplatte empfangen bzw. weitergegeben werden, generiert. In der Hardware-Box besteht die Möglichkeit einen oder zwei Scanner mit anzuschließen, sodass die Produkt-ID immer gewährleistet ist – das ist Voraussetzung für durchgängige Traceability.

(Autorin: Michaela Rögner, Handke Industrie Software GmbH.)