Nicht nur die ungehinderte Sicht nach vorn ist für die Fahrsicherheit wichtig sondern auch die Sicht durch den Rückspiegel. Entscheidend ist auch, dass Autofahrer die rückwärtige Umgebung und Verkehrssituation bestmöglich wahrnehmen können, denn der uneingeschränkte Blick nach hinten minimiert das Unfallrisiko. Insbesondere der Innenspiegel ist dabei der wirsamste Helfer.

Bild 1: Im realen Spiegelmodus besteht im Rückspiegel bei schlechtem Wetter quasi keine Sicht nach hinten.

Bild 1: Im realen Spiegelmodus besteht bei schlechtem Wetter quasi keine Sicht nach hinten. Alfred Vollmer

Dessen Arbeit wird aber zunehmend durch aktuelle Designtrends in der Automotive-Branche erschwert. Viele Fahrzeughersteller setzen auf hohe Schulterlinien oder schräg geneigte Heckklappen, die die Heckscheibe verkleinern. Hinzu kommen Kopfstützen und Dachholme sowie Mitfahrer und Gepäck. Diese Faktoren erschweren den Blick nach hinten und engen das Sichtfeld des Innenspiegels erheblich ein.

Genau an diesem Punkt kommen die Vorteile des neuen dualen Display-Spiegels von Gentex zum Tragen. Das intelligente System, das unter dem Kürzel „FDM“ (Full Display Mirror) firmiert, besteht aus einer nach hinten gerichteten Kamera und einem im Innenspiegel integrierten Video-Display zur Sichtoptimierung.

Bild 2: Die Kamera des Rückspiegel-Systems gewährt trotz schlechten Wetters einen guten Blick nach hinten.

Bild 2: Die Kamera gewährt trotz schlechten Wetters einen guten Blick nach hinten. Alfred Vollmer

„Der weltweit erste hybride Display-Spiegel auf dem Markt besitzt eine einzigartige bimodale Funktion“, konstatiert Klaus P. Wiebler, Senior Director Business Development bei Gentex. „So kann der Fahrer zwischen einem normalen Spiegel- und einem kameragestützten Videomodus wechseln. Zusätzlich verfügt der Spiegel bei Nachtfahrten über eine automatische Abblendfunktion. Mithilfe eines einfach bedienbaren Umschaltmechanismus‘ kann der Kraftfahrzeugführer je nach Wetter- oder Fahrsituation, beispielsweise mit Gepäck und Insassen im Fond,  zwischen beiden Sichtweisen des Rückspiegel-Systems wechseln.

Bild 3: Seine wahre Stärke zeigt das Rückspiegel-System mit seinem Weitwinkelblick nach hinten.

Bild 3: Seine wahre Stärke zeigt das System mit seinem Weitwinkelblick nach hinten. Alfred Vollmer

Der Displaymodus bietet eine stark verbesserte Sicht nach hinten. Dadurch werden nicht nur die Fahrsicherheit erhöht, sondern auch die seitlichen toten Winkel ganz wesentlich minimiert. Und falls Anzeige oder Kamera tatsächlich einmal ausfallen sollten,  dient der Innenspiegel in seiner Standardfunktion als zuverlässige Back-up-Lösung. So auch in Situationen, in denen der Fahrer den Innenraum des Fahrzeugs im Blick haben muss.

Rückspiegel Bild 4: Bei Bedarf lassen sich auch die Außenspiegel gleich mit einblenden – entweder formatfüllend am Rand...

Bild 4: Bei Bedarf lassen sich auch die Außenspiegel gleich mit einblenden – entweder formatfüllend am Rand… Alfred Vollmer

Rückspiegel: Technik und Wirkung

Die Bilddaten stammen von einer CMOS-Kamera, die ähnlich einer Haifischflosse oben am Dachende montiert ist, wobei die Videodaten zunächst einen Dynamikkompressor durchlaufen. Im Praxistest der Redaktion zeigten sich sehr deutlich die Vorteile des Systems. Während im realen Spiegelmodus (Bild 1) quasi keine Sicht nach hinten besteht, gewährt die Kamera trotz schlechten Wetters einen guten Blick nach hinten (Bild 2).

Rückspiegel Bild 5: ... oder in Teileinblendung.

Bild 5: … oder in Teileinblendung. Alfred Vollmer

Seine wahre Stärke zeigt das Rückspiegel-System in Bild 3, wo es einen Weitwinkelblick nach hinten ermöglicht. Diese Variante war sowohl im Realverkehr auf Orts- und Landstraßen beziehungsweise auf der Autobahn als auch beim Parken, wo die Bilder entstanden, stets die bevorzugte Einstellung der Redaktion bei der Probefahrt mit einem entsprechend ausgerüsteten Demofahrzeug. Die Bilder 4 und 5 zeigen Varianten mit eingeblendeten Außenspiegeln.