Hotspots in einem Schaltschrank nach 80 min ohne Lüftungssystem (r.) und mit Lüftung (l.) nach 8 min.

Hotspots in einem Schaltschrank nach 80 min ohne Lüftungssystem (r.) und mit Lüftung (l.) nach 8 min. Friedrich Lütze

Um einer Überhitzung vorzubeugen, sollte parallel zur Planung der elektrischen Gesichtspunkte auch eine qualitative Schätzung der Temperaturentwicklung im Schaltschrank stattfinden.
Die realen Temperaturverteilungen im Luftvolumen von Schaltschränken sind nicht homogen. Durch zu eng angeordnete Bauteile und/oder Strömungs-Nischen entstehen Hot-Spots, Zonen mit deutlich höherer lokaler Temperatur. Deren Bildung wird beeinflusst durch die Strömungsführung, der Geometrie des Verdrahtungssystems, die Verlustleistung und deren Verteilung, die Bauteilanordnung sowie den Aufstellungsort des Schaltschranks.
Forschungsergebnisse aus der Innovationsallianz Green Carbody Technologies sind in die Entwicklung des Airstream-Systems zur Verdrahtung eingeflossen. Resultat ist ein Thermikkonzept, das nicht nur die Energiekosten für die Schaltschrankkühlung senkt, sondern auch Wärme-Nester eliminiert. Im Durchschnitt können 23 % Energie und CO2 bei der Kühlung eingespart werden. Der Referent zeigt anhand von 10 Praxisregeln, wie Schaltschränke auch thermisch richtig dimensioniert werden.

Termin:

08.03.2017 : 14.20 – 14.40 Uhr

09.03.2017 : 10.30 – 10.50 Uhr

Referent:
Martin Lack, Friedrich Lütze