Modulare Prelink-Komponenten mit leistungsstarken Etherrail-Kabeln als einsatzbereite Kabelkonfektion für Datennetzwerke in der Bahn.

Modulare Prelink-Komponenten mit leistungsstarken Etherrail-Kabeln als einsatzbereite Kabelkonfektion für Datennetzwerke in der Bahn. Harting

Zentrale Komponente des Prelink-Systems ist der Abschlussblock, mit dem der Kabelanschluss schnell, einfach und prozesssicher realisiert wird. Die kleine Baugröße des Kontaktblockes macht es möglich, die Datenkabel außerhalb des Wagen einsatzfertig vorzufertigen und dann in die Wagen einzubauen. Hierfür reicht zum Einziehen ein minimaler Lochdurchmesser von nur 12 mm aus. Nach der Verlegung der Kabel wird je nach anzuschließendem Netzwerkgerät der passende Steckverbinder montiert. Hierfür stehen sowohl RJ45 als auch M12 D- oder X-kodierte Steckverbinder (Buchse oder Stift) für bis zu 10 Gbit/s Datenübertragung zur Verfügung. Diese Vielfalt der Steckgesichter mit der immer gleichen Prelink- Anschlusstechnik bietet insbesondere für die langen Nutzungsperioden in der Bahntechnik Flexibilität und Investitionssicherheit. Gleichzeitig vereinfacht das System die Montage und macht sie so schneller und zuverlässiger.

Eine aktuelle Neuerung sind die M12-Buchsen, welche sich nun auch über Prelink anschließen lassen. Die neukonstruierten Buchsen können sowohl als lose Kabelkupplung, aber gleichzeitig auch als Gehäusedurchführung verwendet und hier sicher verschraubt werden. Die zweite Neuerung ist eine Prelink-Leiterplattenbuchse, die es dem Anwender ermöglicht, vorkonfektionierte Prelink-Kabel direkt auf der Leiterplatte anzuschließen. Besteht also keine Notwendigkeit einer permanent lösbaren Verbindung an einem Gehäuse via Steckverbinder, können Ethernetverbindungen direkt auf die Leiterplatte gebracht werden. Die Kombination aus dem modularen Prelink-System und dem Etherrail-Kabel sind eine gute Kombination für die Verkabelung von rollendem Material.

Single-Twisted-Pair-Kabel

Gewichtsersparnis bei gleicher Performance, das ist das Ziel von Ethernet über nur noch ein Single-Twisted-Pair-Kabel und kleine Steckverbinder nach IEC 63171-6. Bei Leitungslängen bis zu 40 Metern können nach IEEE 802.3bp (1000 Base-T1) 1Gbit/s übertragen werden, während die Kabelstrecke etwa ein Drittel leichter ausfällt als herkömmliche 8-adrige Ethernetkabel. Ein handelsübliches Ethernetkabel mit vier Aderpaaren für 1/10Gbit/s Ethernet wiegt pro Kilometer etwa 45 kg. Ein einpaariges Kabel mit gleicher Bandbreite hingegen wiegt pro Kilometer nur 30 kg. Da allein in den Waggons von Personenzügen mehrere Kilometer Kabel verbaut werden, besteht hier ein erhebliches Einsparpotenzial beim Fahrzeuggewicht.

Um Montage und Service im Bahnbereich zu vereinfachen und zuverlässiger zu machen, bietet Harting hierfür seine Push-Pull-Lösungen an. Diese bestehen aus dem Rundsteckverbinder M12 Push Pull im robusten Metallgehäuse, sowie aus dem leichten, für die Geräteanschlusstechnik optimierten und einfach zu bedienenden rechteckigen Steckverbinder Variante 4. Sowohl mit M12 als auch mit Variante 4 ist die sichere Übertragung von Power, Signalen und Daten bis Cat. 6A kein Problem.

Der Vorteil von Push-Pull-Steckverbindern ist die werkzeugfreie Montage, unabhängig davon, ob runde oder eckige Varianten zum Einsatz kommen. Sie werden einfach gefasst und aufgesteckt. Mit einem akustischen Klick signalisieren die Steckverbinder die sichere Verriegelung und den korrekten Anschluss – und sparen bis zu 75 % Montagezeit. Für die entsprechende Robustheit besitzen beide Steckverbinder die IP-Schutzklasse 67 und sind geprüft nach der Brandschutznorm EN 45545-2.