Bildergalerie
ERS-Schrauber mit CVIR-Steuerung.
Die dokumentationsfähige Schrauberserie eignet sich für Drehmomente von 0,2 bis 12 Nm.

Dazu sind 12 verschiedene Schraubwerkzeuge aus der ERS-Serie erhältlich, die Drehmomente von 0,2 bis 12 Nm aufbringen können. Sie stehen als Stab-, Winkel- und Einbauschrauber und mit Drehzahlen von 800 bis 3000 min-1 zur Verfügung.

„Wer hohe Präzision und eine auf Jahre hinaus rückverfolgbare Montage sicherstellen muss, ist bei uns mit dem neuen CVIR-System genau richtig“, betont Produktmanagerin Stefanie Heß. Denn die ERS-Schrauber seien mit Drehmomentsensoren ausgestattet, wodurch sich die mathematischen Kurvendiagramme der einzelnen Schraubverbindungen darstellen ließen. „Damit werden Schraubfallanalysen sehr leicht möglich, so dass man für jede Schraube und jedes Material schnell die richtige Schraubstrategie findet“, ergänzt Heß.

Schraubprozesse könnten mit dieser messwertgebergestützten Technologie optimiert werden, um eine bessere Qualität der Verschraubung und damit des hergestellten Produktes zu erzielen. Dazu können Anwender einzelne Schraubphasen ebenso analysieren und optimieren wie ganze Schraubzyklen.

Neben den üblichen Verfahren, wie Drehmoment- und Drehwinkelsteuerung (und -kontrolle) lassen sich mit der CVIR-Steuerung auch Streckgrenzverschraubungen durchführen oder, ganz neu, das Koala-Verfahren (Kopfauflageerkennung) umsetzen. Dieses eignet sich insbesondere für selbstfurchende und selbstschneidende Schrauben in Kunststoff, Holz, Metall oder für Kombinationen aus mehreren Materialien.

Bessere Rückmeldung an den Werker

„Unsere Kunden profitieren vor allem auch von der sehr hohen Abschaltgenauigkeit des Schraubsystems und einer besseren Rückmeldung an den Werker“, sagt Stefanie Heß. So hätten sie u. a. volle Kontrolle über mehrere Schrauben und bis zu acht Schraubzyklen, die in einer Sequenz montiert werden müssen. Die ERS-Schrauber verfügen dafür über vier Leuchtdioden: je eine rote, grüne, gelbe und blaue.

  • Die rote LED steht ganz klassisch für eine Fehlermeldung; sprich, das vorgegebene Drehmoment oder der erforderliche Drehwinkel wurde nicht erreicht.
  • Die grüne Diode zeigt an, dass die Verschraubung in Ordnung war.
  • Die gelbe und die blaue LED sind mehr oder weniger frei belegbar mit Ein- und Ausgängen. So bietet sich für die gelbe Leuchtdiode z. B. die Verknüpfung einer „Gesamt-I.O.“-Meldung an.

Für die blaue LED haben sich die Entwickler etwas Besonderes ausgedacht. Sie lässt sich unter anderem mit einem Wartungsalarm belegen. Anwender können dafür in der CVIR-Steuerung das Datum der jeweils nächsten Wartung programmieren. Die LED leuchtet dann auf, wenn diese fällig ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Anzahl erlaubter Schraubzyklen vorgegeben werden, die maximal durchgeführt werden darf, bis die nächste Wartung ansteht.

Sobald eines dieser Kriterien erfüllt ist, leuchtet die blaue LED am Schrauber auf. „Einfacher und schneller kann man die Instandhaltungstermine nicht im Blick haben“, meint Stefanie Heß. „Wobei man gleich ergänzen muss, dass unsere ERS-Schrauber mit ihren bürstenlosen Motoren und dem langlebigen Getriebe extrem wartungsarm sind.“

Die ergonomischen – weil leichten und schmalen – Schraubwerkzeuge verfügen über Andruck- und Hebelstart, einen weichen Griff und bei einigen Modellen eine Frontbeleuchtung für die Schraubstelle. Die Einbauschrauber werden extern gestartet. Eine Doppelklickfunktion für den Lösen-Modus verhindert bei normalen Verschraubungen mit den Winkelkopfmodellen, dass dieser Modus ungewollt aktiviert wird.