Vor 50 Jahren,  am 1. September 1970 nahm die erste Tochtergesellschaft der Schurter AG im badenwürttembergischen Endingen ihren Betrieb auf. Zu Beginn war die junge Tochter in erster Linie als „verlängerte Werkbank“ des Unternehmens in Luzern zur Montage von Sicherungshaltern tätig.

Im Laufe der Jahre wurden viele weitere Produkte nach Endingen verlagert, bis im Jahr 1992 zwischen Luzern und Endingen die Produktverantwortungen neu definiert wurden. Dies war der Startschuss für die süddeutsche Tochtergesellschaft, die Verantwortung für die Produktgruppe Eingabesysteme mit dem Bereich Schalter & Taster zu übernehmen.

Gebäude des deutschen Tochterunternehmens von Schurter

Das deutsche Tochterunternehmen von Schurter feiert 50-jähriges Bestehen. Schurter

Ab diesem Zeitpunkt ging es bei der GmbH in eine andere Richtung als in Luzern, wo man sich primär auf Komponenten konzentrierte. Zuerst wurde die Entwicklung, Herstellung und weltweite Vermarktung von Kunststoff-Tastern realisiert. Anschließend folgte jene der wertig anmutenden Metal-Line-Taster in unterschiedlichsten Technologien (mechanisch, piezoelektrisch, kapazitiv), die heute wieder in Luzern produziert werden.

Nach erfolgreicher Einführung der Folientastaturen wurden mit den Jahren resistive Touch-Applikationen realisiert, die in vielen Anwendungen nach wie vor zum Einsatz kommen. Um die Jahrtausendwende drängten programmierbare Bedienoberflächen mit Touchscreens auf den Markt. Die Marktdurchdringung und -akzeptanz ging voran und verhalf der Schurter GmbH zu Wachstum.

Zehn Jahre später ist Schurter nun bei der PCAP-Technologie (Projected Capacitive) angelangt. Diese dürfte vorangegangene Technologien ablösen, wie der tägliche Umgang mit Smartphones und Tablets zeigt.

Der Technologiewandel über die Jahre forderte das deutsche Tochterunternehmen stets von Neuem. Es passte Know-how und Prozesse mehrmals an. Dies hielt die Organisation in Bewegung und erweiterte das Wissen.

Wenige Wechsel in der Geschäftsführung

Erwähnenswert in der Historie der Schurter GmbH ist, dass während der vergangenen 50 Jahre nur gerade drei Geschäftsführer den Betrieb geleitet haben. Der erste Geschäftsführer, Kaspar Egli, übergab nach 25 Jahren des Aufbaus und der Führung die Leitung an Werner Jakob, bis dato Technischer Leiter. Nach gut sieben Jahren an der Spitze wurde auch Jakob pensioniert.

2003 übernahm Bruno Ochs, der zuvor Schurter Ltd. in England geleitet hatte, die Führung. Bereits seit 18 Jahren führt er die Schurter GmbH. 2021 wird Ochs ins Stammhaus nach Luzern zurückkehren und die Leitung der GmbH an Stefan Theiler weitergeben. Theiler war bereits bei Schurter Electronics in China in leitender Position tätig und bei der Schurter AG in Luzern mitverantwortlich für den Aufbau des Geschäftsbereichs Solutions.