Wie begegnet Pepperl+Fuchs den Herausforderungen von Industrie 4.0?

Benedikt Rauscher:  Sensoren für Industrie 4.0 – das drückt Pepperl+Fuchs mit dem geschützten Begriff „Sensorik 4.0“ aus. Komponenten mit geeigneter Kommunikation, Identifikation und Funktionalität ebnen Daten den Weg vom Sensor über die Cloud bis hin zum Anlagenbetreiber und dessen Service-Technikern im Feld. Durch die Übernahme der US-amerikanischen Comtrol Corporation haben wir unsere Kompetenz in Richtung Industrie 4.0 weiter ausgebaut. Comtrol ist ein Pionier in Ethernet-basierter industrieller Kommunikation sowie bei IO-Link Master Gateways und ergänzt mit Produkten und Technologien die Sensor- und Kommunikationslösungen von Pepperl+Fuchs rund um Sensorik 4.0, AS-Interface, IO-Link und Ethernet-basierten Systemen. Anfang 2017 wurde mit der Gründung des Startups Neoception zudem ein Schritt in Richtung IT-Welt gemacht. Das Tochterunternehmen berät bei der Konzeption von digitalen Lösungen und übernimmt Entwicklung, Engineering sowie den sicheren Betrieb von IIoT-Services.

Wo ist Pepperl+Fuchs aktiv im Bereich Standardisierung und industrielle Datenplattformen?

Benedikt Rauscher, Pepperl+Fuchs, Leiter Globale IoT / Industrie 4.0-Projekte

Benedikt Rauscher studierte Elektrotechnik an der TU Darmstadt und war anschließend 16 Jahre für Isra Vision im Bereich Bildverarbeitungssysteme tätig. 2005 wechselte er als Gruppenleiter zu Pepperl+Fuchs, wo er an der Entwicklung von Vision-Sensoren arbeitete. Seit 2015 ist er für Industrie 4.0 und IoT zuständig. Pepperl+Fuchs

Benedikt Rauscher:  Pepperl+Fuchs ist aktiv in den Standardisierungs-Organisationen aller für Industrie 4.0 wesentlichen Technologien wie IEC, IEEE, PNO, OPC Foundation, IO-Link Community und vielen weiteren. Daneben ist Pepperl+Fuchs Gründungsmitglied der Open Industry 4.0 Alliance (OI4), die auf der Hannover Messe 2019 von namhaften Unternehmen aus Maschinenbau, Industrieautomatisierung und IT vorgestellt wurde. In dieser Allianz wird aufbauend auf offenen Standards eine durchgängige und einheitliche Architektur für Shop Floor Connectivity, Edge Computing und Cloud-Plattformen entwickelt. Betreibern industrieller Anlagen stehen so über einen zentralen Zugang kompatible Angebote einer Vielzahl von Hersteller-Plattformen zur Verfügung. Die Hoheit der Betreiber über ihre Daten ist jederzeit gewährleistet.

Welche Impulse in Richtung Industrie 4.0 setzt Pepperl+Fuchs speziell für die Prozessautomation?

Benedikt Rauscher:  Geprägt von einer langen Historie im Explosionsschutz treibt Pepperl+Fuchs gemeinsam mit anderen namhaften Unternehmen die Entwicklung des „Advanced Physical Layers“ (APL) maßgeblich voran. Damit können auch prozesstechnische Feldgeräte mit Ethernet vernetzt und alle darauf basierenden Kommunikationstechnologien genutzt werden: Netzwerk sogar in explosionsgefährdeten Bereichen. Ebenfalls zuhause in Ex-Bereichen ist das Tochterunternehmen ecom. Highlight des umfassenden Portfolios für mobiles Computing und Kommunikation in explosionsgefährdeten Bereichen ist das eigensichere Smartphone Smart-Ex 02.