Auf der SPS IPC Drives wird endiio ihre nachrüstbare Sensortechnologie für die Antriebsüberwachung an einem defekten Antrieb vorführen.

Auf der SPS IPC Drives wird endiio ihre nachrüstbare Sensortechnologie für die Antriebsüberwachung an einem defekten Antrieb vorführen. endiio

Basis für die Antriebsüberwachung ist die endiio Sensorikplattform. Auf der Messe werden die Gründer die Technologie an einem defekten Antrieb vorführen. Zur Lösung gehören neben einem Gateway und der Retrofit Box auch eine anpassbare Software. Zudem Beispielprojekte, die es Industrieanwendern, Anlagenbauern und Betreibern ermöglichen sollen, die neue Technologie schnell und einfach in ihre Anwendungen und an ihren Antrieben zu integrieren – ob in der Produktion, Automatisierung oder Sicherheitstechnik.

Zur Lösung gehören neben einem Gateway und der Retrofit Box auch eine anpassbare Software.

Zur Lösung gehören neben einem Gateway und der Retrofit Box auch eine anpassbare Software. endiio

Auf die Plattform lassen sich Stromsensoren, Vibrationssensoren und Sensoren mit Modbus-Kommunikation portieren. Nachgerüstete Sensoren können bei Bedarf oder im Falle von Anomalien jederzeit Werte benachbarter Sensoren abgreifen. Somit können Maschinen, Peripherie, Komponenten und Umgebung einfach miteinander verbunden werden und das alles mit Plug-and-Play, versichern die Entwickler. Auf dem 10. Deutschen Maschinenbau-Gipfel des VDMA gewann endiio mit seiner Idee den Start-up-Award.

Der technische Hintergrund

Die Wiener verfügen über eine Funkzentrale, die bis zu 65000 Sensoren ansteuert. Außerdem ist sie energieautark, immer erreichbar und vom Sensorhersteller unabhängig. Über ein Mesh-Netzwerk wird die Weiterleitung von Befehlen ermöglicht. „In der patentierten wake-up on demand endiio Funktechnologie sind die Sensoren im energiesparenden Tiefschlaf, lassen sich aber bei Bedarf jederzeit aufwecken und so in Echtzeit Daten abrufen“, erklärt Tolgay Ungan, Mitgründer von endiio.

Die Österreicher versprechen, dass jeder Sensorknoten als Router agiert und dass sich sich große energiesparende und selbstkonfigurierende Mesh-Netzwerke realisieren lassen sowie IoT-Systeme ohne großen Aufwand und mit wenig Hardware umsetzen. Bei Wartungsintervallen von Sensoren erreicht die Technologie laut Ungan neue Maßstäbe, und bei anspruchsvollen Sensornetzwerken kann damit die geforderte Robustheit erzielt werde. Die endiio-Lösung arbeitet aufgrund einer neuartigen, patentierten Funktechnologie im Echtzeit-Modus bis zu 10000 Mal sparsamer als andere Kommunikationslösungen, wie Bluetooth Low Energy, ZigBee oder Wifi.

Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Universität Freiburg.

Endiio auf der SPS IPC Drives 2018: Halle 6, Stand 131

Einsparpotenzial bis zu 90 %

Das Potential von Predictive Maintenance wird häufig anhand mehrere Einzelvorteile errechnet, beispielsweise in einer Studie vom Beratungsunternehmens Accenture im Auftrag des Weltwirtschaftsforums.

Diese sind:

  • Reduktion unerwünschte Stillstände um 70-75%
  • Reduktion der Wartungsarbeiten um 30%
  • Verlängerung der Lebensdauer von Motoren um 30%
  • Reduktion von Energieverbräuchen um 10%.
    Da die nachrüstbare Lösung von Endiio selbst wartungsfrei ist und Anwender bei der Wahl der Sensoren je nach Anforderung flexibel sind, können laut Unternehmen mit der erzielten Transparenz die Kosten um bis zu 90% gesenkt werden. Außerdem lassen sich sondern unerwünschte Stillstände vermeiden sowie die die Lieferzuverlässigkeit und die Kundenzufriedenheit verbessern.