Intelligentes Überwachungsmodul Roba-brake-checker

Bild 1: Mit einer neuen Ausführung des intelligenten Überwachungsmodul Roba-brake-checker können jetzt durch die feinere Auswertung auch kleine Bremsengrößen ab einem Bremsmoment von 0,7 Nm versorgt und überwacht werden. Mayr Antriebstechnik

Um beispielsweise schwerkraft-belastete Vertikalachsen abzusichern bietet Mayr Antriebstechnik- Sicherheitsbremsen der Baureihe Roba-linearstop in elektromagnetischer Ausführung an. Diese fluidfreien Linear- beziehungsweise Stangenbremsen zielen auf Anwendungen, bei denen keine Kompressoren beziehungsweise Aggregate für Druckluft oder Ölhydraulik zur Verfügung stehen oder unerwünscht sind – wie zum Beispiel in der Medizintechnik, der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie, wo hohe Hygienestandards gefordert werden. Für die Überwachung dieser Sicherheitsbremsen in kleinen Baugrößen darf jetzt auch das intelligente Überwachungsmodul Roba-brake-checker eingesetzt werden. Ermöglicht wird dies durch die neue Ausführung dieses Moduls mit einer feineren Messwert-Auswertung. Dadurch lassen sich auch kleine Bremsengrößen wie die Roba-linearstop-Bremsen ab einem Bremsmoment von 0,7 Nm versorgen und überwachen.

ECK-Daten

  • Überwachungsmodul für Schaltzustand, Temperatur, Verschleiß sowie Zugweg- oder Zugkraftreserve bei Sicherheitsbremsen.
  • Für kleine Bremsen ab einem Bremsmoment von 0,7 Nm geeignet.
  • In bestehenden Anlagen einfach nachzurüsten.
  • In einer weiteren Ausbaustufe übernimmt das Überwachungsmodul auch die Ansteuerung der Bremse.

Bremsenüberwachung ohne zusätzliche Sensorik

Das Modul Roba-brake-checker erkennt die Bewegung der Ankerscheibe durch die Analyse von Strom und Spannung und weiß zu jedem Zeitpunkt, in welchem Zustand sich die Bremse befindet. Es überwacht neben Schaltzustand, Temperatur und Verschleiß auch auf Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen.

Mit diesem Modul werden somit bei der Überwachung deutlich mehr Prozesse als mit Mikroschaltern und Initiatoren abgebildet. Wird beispielsweise die Zugkraftreserve erreicht, dann sendet das Modul so frühzeitig ein Warnsignal, dass noch eine bestimmte Betriebszeit der Bremse möglich ist. In dieser Zeit kann der Anlagenbetreiber beziehungsweise -hersteller die Wartung gezielt – abgestimmt auf seine Arbeitsprozesse – vornehmen. In einer weiteren Ausbaustufe übernimmt das Modul gleichzeitig auch die Ansteuerung der Bremse und ersetzt damit einen Gleichrichter. Schaltzustandsüberwachung und Bremsenansteuerung sind also in einem Gerät kombiniert.

Bild 2: Die elektromagnetische Ausführung der Linearbremsen-Baureihe Roba-linearstop ist jetzt für die Überwachung mit dem Modul Roba-brake-checker zugelassen.

Bild 2: Die elektromagnetische Ausführung der Linearbremsen-Baureihe Roba-linearstop ist jetzt für die Überwachung mit dem Modul Roba-brake-checker zugelassen. Mayr Antriebstechnik

Zustandsüberwachung ohne Schalter

Weil der Roba-brake-checker sensorlos arbeitet, also kein Mikroschalter beziehungsweise Näherungsinitiator zur Schaltzustandsüberwachung außen an der Bremse angebracht werden muss, können Sicherheitsbremsen in Grundbauform eingesetzt werden. Zudem entfallen die zusätzliche Verkabelung und die – je nach Schutzart – eventuell nötige Abdichtung der Schalter und Initiatoren. Das Modul lässt sich also recht einfach in Maschinen und Anlagen integrieren oder auch nachrüsten. Dies bietet Vorteile im Hinblick auf Kosten und Lieferzeit, aber auch bei der technischen Einsetzbarkeit.

Und anders als bei einer Überwachungslösung mit Schaltern und Initiatoren, die aufgrund ihrer Einbausituation an der Bremse Stößen und Vibrationen ausgesetzt sind, erfolgt die Überwachung der Bremse mit dem Roba-brake-checker nicht an der Bremse selbst, sondern vom Schaltschrank aus, das heißt in einer geschützten Umgebung. Mögliche Ausfälle durch Wind und Wetter (zum Beispiel Vereisen) oder Fehlsignale durch Verschmutzung (beispielsweise Reibstaub) sind damit ausgeschlossen. Durch das elektrische Schalten des Überwachungsmoduls in der DC-Version kann zudem die Anlagenverfügbarkeit erhöht werden. Denn es entsteht keine kritische Funkenbildung mehr am Schaltschütz, die bei üblicher Beschaltung zum Abbrand der Kontakte führen kann.

Bild 3: Bei den Sicherheitskupplungen Baureihe EAS-HT High-torque-Elementekupplungen hat der Hersteller die Leistungsdichte verbessert und eine deutlich größere Auswahl an möglichen Bohrungen geschaffen.

Bild 3: Bei den Sicherheitskupplungen Baureihe EAS-HT High-torque-Elementekupplungen hat der Hersteller die Leistungsdichte verbessert und eine deutlich größere Auswahl an möglichen Bohrungen geschaffen. Mayr Antriebstechnik

Neue Baureihen von Sicherheits- und Wellenkupplungen

Die neuen Sicherheitskupplungen der Baureihe der EAS-HT High-torque-Elementekupplungen (Bild 3), die das Unternehmen auf der Hannover Messe vorgestellt hat, zeigen eine bessere Leistungsdichte. Zudem hat der Hersteller die Auswahl an Bohrungen erheblich vergrößert. Neu sind auch die Freischaltkupplungen EAS-compact, die die steigenden Anforderungen an Drehzahl und Dynamik erfüllen. Für Hochgeschwindigkeits-Anwendungen gibt es zusätzlich zwei kleine Baugrößen der EAS-HSE Highspeed-Elementekupplungen. Bei den Wellenkupplungen hat der Hersteller unter anderem den Drehmomentbereich der großen Roba-DS-Lamellenpaketkupplungen erweitert und bietet damit auch für Bereiche größer 100.000 Nm zuverlässige Anbindungen für Messflansche. Bei den spielfreien, leistungsstarken Servokupplungen vergrößert das Unternehmen seinen Standardbaukasten permanent.