Die neue Baureihe Pxt von Koch.

Die Baureihe Pxt liefert Antrieben zusätzliche Leistung und kann so beispielsweise die Zykluszeiten vieler Produktionsmaschinen verringern: Energie­manager-Module FX und RX sowie Speichermodul EX (vlnr). Michael Koch GmbH

Die Produktfamilie Pxt, deren Namen auch „P mal t“ (gleich Energie) ausgesprochen werden darf, erreicht deutlich höhere Funktionalität gegenüber den Vorgängergeräten der DEx-Serie. Das betrifft Leistung, Kommunikationsmöglichkeiten und Bedienerfreundlichkeit.

Als aktives Verbindungsteil zwischen Antrieb und Speicher schaufelt das aktive Energiemanagementgerät Pxt FX die elektrische Energie bedarfsgerecht in die jeweilige Richtung und sorgt so stets für den passenden Energiehaushalt in allen Arbeitspunkten des Antriebssystems.

Die Anwendungsfälle sind vielfältig, bringen die Geräte der Pxt-Familie doch direkt messbaren Nutzen; über ein singuläres Feature oder durch die Kombination mehrerer Eigenschaften. Als erstes kommt die Rekuperation der Bremsenergie der Maschine in den Sinn, wodurch die Energieeffizienz der Maschine steigt. Die aktiven Energiemanagementgeräte wirken dabei wie eine riesige, direkte Erweiterung der internen Speicherkapazität des Antriebs – ohne jegliche zeitliche Verzögerung im Betrieb. Oft spielen jedoch andere Nutzen eine größere Rolle als die Steigerung der Energieeffizienz. Das kann der Ausgleich von so genannten Brownouts sein, also heftige Spannungsschwankungen im Stromnetz, oder der sichere und definierte Stillstand bei Blackouts (Netzausfällen). Die Reduktion von Netzlastspitzen oder gar der Betrieb des elektrischen Antriebs unabhängig vom Stromnetz sind weitere, immer stärker nachgefragte Applikationen. Für viele im Vordergrund steht aber die Steigerung der direkten Produktivität an erster Stelle: Mit dem ‚Tuning‘ des Frequenzumrichters oder Servoreglers per Energiemanagement sind Produktionsprozesse mit Ausbringungssteigerungen bis zu 50 % möglich – was direkt den Gewinn des Unternehmens erhöht.

Produktivität bei häufigen und kurzen Zyklen steigern

Ein modularer Aufbau der Pxt-Reihe.

Modularer Aufbau: Bis zu zwei Kondensatormodule EX können entweder an das Basisgerät pxt FX hinten angedockt werden oder unbegrenzt viele seitlich über Kabelsätze. Michael Koch GmbH

Die Geräteserie setzt sich zusammen aus zwei aktiven Geräten (Pxt FX und Pxt RX) sowie einer modularen Speichereinheit (Pxt EX). Der Pxt FX hat eine Stromlastfähigkeit von 20 A (Dauer) und 40 A Spitze für rund eine Minute gegenüber Speicher, der eine maximale Spannung von 450 V DC haben kann. Somit liefert der Pxt FX in der Spitze 18 kW Leistung. Da für kurze und häufig anstehende Belastungszyklen konzipiert, nutzt der Energiemanager Elektrolytkondensatoren als Speichermedium. Diese sind speziell für den Einsatzfall ‚aktives Energiemanagement von Antrieben‘ entwickelt und werden applikationsbezogen über die Lebensdauer auch mit über 100 Millionen Zyklen fertig. Ab Werk ist der Pxt FX als Standalonegerät ohne Speicher oder auch in modularer Bauweise mit einem Speichervolumen von 2 oder 4 kWs verfügbar. Die serienmäßige automatische Erkennung der Einschalt-Spannungsschwelle des Brems-Transistors der elektrischen Antriebe ermöglicht es dem Gerät, mit allen handelsüblichen Frequenz­umrichtern und Servoreglern per Plug&Play zusammen zu arbeiten.

Der PxtRX im Überblick.

Der Unterschied zwischen dem aktiven Energiemanager RX und FX steckt im Detail: Pxt RX (im Bild) ist auch für Batterien und Kondensatorbänke geeignet und liefert 60 A Spitzenstrom; der FX ‚nur‘ 40 A. Michael Koch GmbH

In der kleinsten Ausbaustufe lassen sich bei einem Maschinentakt von 1 Sekunde bis zu 1,2 kWh pro Betriebsstunde einsparen. Bezogen auf die Applikation an sich, sind mit dem aktiven Energiemanagementsystem Einsparungen bis gut 40 % erreichbar. Die modulare Erweiterung des Speichervolumens in Schritten von 2 kWs ist mechanisch so konzipiert, dass das System auch bei beengten Einbauverhältnissen noch passt: Bei Bedarf lassen sich die passiven Speichererweiterungen (Pxt EX) seitlich platzieren und per verpolungssicherem Stecker verkabeln. Die Menge an Zusatzspeichern unterliegt dann keiner Begrenzung. Jede Speichereinheit ist intern abgesichert und zeigt ihren Ladezustand über LED an. In den Speichermodulen serienmäßig integriert ist auch ein sicherer Entladewiderstand, der dabei unterstützt, das Gesamtsystem bedarfsweise, beispielsweise bei Kontrollen oder Umbauten, schnell auf ein für Menschen ungefährliches Spannungsniveau zu bringen.

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