Der Markt für Servoantriebe ist weiterhin wachsend, mehr als zwei von drei Maschinenbauern erwarten für die Zukunft einen steigenden Bedarf. Große Trends bestehen in diesem Markt in der Integration von Sicherheitsfunktionen in das Servosystem sowie in verstärkter Nutzung ethernetbasierter Protokolle.
Dies sind einige Ergebnisse einer aktuellen, unabhängigen Studie, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Griesenbruch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Wiederholung einer Studie aus dem Jahr 1999 sowie einer weiteren aus dem Jahr 2003, gaben im Januar/Februar 2007 deutschlandweit 243 Maschinenbauer und Ingenieurbüros Auskunft.
Die Nachfrage im Bereich der Servoantriebe ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Während 1999 knapp 10 % der Maschinenbauer 500 und mehr Servoantriebe im Jahr benötigten, sind es heute fast doppelt so viele (19 %). Ursache ist vor allem, dass Unternehmen andere Antriebstechnologien, wie die mechanische Königswelle oder Schrittmotoren, durch Servoantriebe ausgetauscht haben. Die der-zeit sehr gute Auftragslage der Maschinenbauer hat diesen Trend zusätzlich verstärkt.
Ethernet wird zur Anbindung an den Servoregler immer häufiger genutzt. Während 1999 diese Technologie noch nicht im Einsatz war, verwenden heute bereits 14 % der Maschinenbauer TCP/IP und 13 % das Protokoll Ethernet/IP. Zukünftig wird es im ethernetbasierten Bereich laut Angabe der Teilnehmer ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ethernet-IP und Profinet geben. Dennoch wird vorerst weiterhin Profibus das meist verbreitete Bussystem bleiben.