Joe Kaeser, Finanzvorstand von Siemens: "Damit konzentrieren wir uns auf unsere Stärken in der Energietechnik, Industrie und Infrastruktur sowie dem Gesundheitswesen."

Joe Kaeser, Finanzvorstand von Siemens: „Damit konzentrieren wir uns auf unsere Stärken in der Energietechnik, Industrie und Infrastruktur sowie dem Gesundheitswesen.“Siemens

Nach dem Verkauf der Solarsparte ist das Abstoßen der eigenen Anteile von Nokia Siemens Networks (NSN) ein Schritt, sich von unrentablen Unternehmensteilen zu trennen und die Profitabilität des Konzerns zu erhöhen. Joe Kaeser, Finanzvorstand von Siemens, führt weiter aus: „Damit konzentrieren wir uns auf unsere Stärken in der Energietechnik, Industrie und Infrastruktur sowie dem Gesundheitswesen.“

Der Kaufpreis für den 50-%-Anteil von NSN beträgt rund 1,7 Milliarden Euro, davon erhält Siemens 1,2 Milliarden Euro in bar. Für den Rest gewährt Siemens Nokia ein besichertes einjähriges Darlehen. Laut Angaben der Süddeutschen Zeitung liegt der Kaufpreis allerdings unter dem Wert, über den zuvor noch spekuliert wurde.

In Sachen Profitabilität hinkt das Unternehmen seinen Hauptkonkurrenten ABB und General Electric seit Jahren hinterher – mit ein Grund für das Sparprogramm ‚Siemens 2014‘, im Zuge dessen bis 2014 sechs Milliarden Euro eingespart werden sollen. Von diesen Kürzungen sind auch 1.700 Stellen in der Energiesparte betroffen, wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet – anstelle der im Dezember 2012 angekündigten 1.100 Stellen.

NSN wurde am 1. April 2007 gegründet. Nokia brachte sein Netzwerkgeschäft in das Joint Venture ein und Siemens sein Ausrüstergeschäft für Fest- und mobile Netze. NSN ist damit zu einem der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikationsinfrastrukturlösungen geworden und heute in mehr als 150 Ländern aktiv. Das Unternehmen konzentriert sich auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für mobile Breitbandnetze.