Das Unternehmen will seine Umsatzrendite binnen zwei Jahren erheblich steigern.

Das Unternehmen will seine Umsatzrendite binnen zwei Jahren erheblich steigern.Imageteam – Fotolia.com

Im Geschäftsjahr 2012 sank zwar der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 76,9 Milliarden Euro, der Umsatz legte aber wegen des hohen Auftragsbestands und positiver Währungsumrechnungseffekte in allen Sektoren zu und stieg konzernweit im Jahresvergleich um 7 % auf 78,3 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte 98 Milliarden Euro. Trotz positiver Umsatzentwicklung in allen Sektoren ging das Gesamtergebnis aller Sektoren von 9,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 7,5 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten sank im Jahresvergleich von 7,4 auf 5,2 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern ging um 27 % auf 4,6 Milliarden Euro zurück.

Der Sektor Industry wies einen Auftragseingang in Höhe von 20 Milliarden Euro aus nach 20,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 5 % auf 20,5 Milliarden Euro. Im Sektor Infrastructure & Cities sank der Auftragseingang um 20 % auf 17,2 Milliarden Euro. Das ist vor allem zurückzuführen auf im Vorjahr gebuchte Großaufträge im Bahngeschäft wie etwa für den ICx – den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte. Alle anderen Divisionen des Sektors verzeichneten ein größeres Auftragsvolumen als im Vorjahr.

Obwohl Siemens im Geschäftsjahr 2012 eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte erzielt hat, blieb das Unternehmen hinter den eigenen hohen Ansprüchen zurück, die es im Zielsystem ‚One Siemens‘ für sich definiert hat. Das Unternehmen will daher mit dem über zwei Jahre laufenden Programm ‚Siemens 2014‘ seine Kosten um sechs Milliarden Euro senken, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen sowie schneller und unbürokratischer werden. Ziel ist, die Ergebnismarge der Sektoren von 9,5 % im Geschäftsjahr 2012 auf mindestens zwölf % im Jahr 2014 zu erhöhen.