Die Übernahme von Austemper Design Systems soll das Portfolio der Siemens-Tochterfirma Mentor in Sachen Funktionssicherheit ergänzen. Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie will Siemens die Technologie von Austemper in das IC-Verifikationsportfolio von Mentor integrieren – und die internationalen Vertriebskanäle des Konzerns nutzen, um diese funktionale Sicherheitslösung Unternehmen zur Verfügung anzubieten, die digitale Zwillinge sicherheitskritischer Systeme entwickeln, wie beispielsweise autonome Fahrzeuge, Smart Cities und Industrieausrüstung für Factory 4.0.

Austemper Design Systems

Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software. Siemens PLM

Die funktionale Sicherheit integrierter Schaltkreise, die im Automotive-Bereich, die in diesen Anwendungen eingesetzt werden, muss auf drei unterschiedliche Weisen verifiziert werden: Erkennung systemischer Fehler, bösartiger Fehler sowie zufällig auftretender Hardware-Fehler. Die Questa-Software des Siemens-Tochterunternehmen Mentor kommt bei der Verifikation systemischer Fehler zum Einsatz und ermöglicht zudem die Verifikation für bösartiger Fehler, welche die IC-Sicherheit beeinträchtigen. Die Softwaretechnologie von Austemper ergänzt die Verifikationsplattform von Mentor durch Technologien für Sicherheitsanalysen, Autokorrekturen sowie Fehlersimulation zur Erkennung zufällig auftretender Hardware-Fehler.

Designteams von Halbleiter- und IP-Unternehmen nutzen die Technologie von Austemper zur Analyse der RTL-Code-Versionen (Register Transfer Level) ihrer Designs, um Fehler bzw. Schwachstellen sicher zu ermitteln. Diese Technologie ist in der Lage, verwundbare Stellen automatisch zu korrigieren und sicher zu machen. Die anschließende Fehlersimulation stellt sicher, dass das Design den erforderlichen Reifegrad erreicht hat und nicht mehr fehleranfällig ist.

„Durch diese Übernahme können wir unsere Kunden noch kompetenter dabei unterstützen, innovative Produkte für autonomes Fahren, intelligente Fabriken und Smart Cities in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen“, betonte Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software. Die genauen Bedingungen der Transaktion wurden der Öffentlichkeit nicht bekannt gegeben. Siemens geht davon aus, den Deal im Juli 2018 abzuschließen