„Auf diesem Weg zu Industrie 4.0 – mit ihren cyber-physical systems – begleiten wir unsere Kunden mit schon heute verfügbaren Komponenten unserer Digital Enterprise Platform“ Ralf-Michael Franke, CEO der Division Drive Technologies bei Siemens

„Auf diesem Weg zu Industrie 4.0 – mit ihren cyber-physical systems – begleiten wir unsere Kunden mit schon heute verfügbaren Komponenten unserer Digital Enterprise Platform“ Ralf-Michael Franke, CEO der Division Drive Technologies bei SiemensSiemens

„Wir integrieren kontinuierlich die reale mit der virtuellen Welt von Produktentwicklung bis Produktion. Dies sehen wir als essenzielle Grundlage für die in Zukunft zunehmend flexibleren Produktionswelten“, fasst Ralf-Michael Franke, CEO der Division Drive Technologies bei Siemens, die Strategie des Konzerns zusammen. Ausdruck dieser Taktik ist der Ausbau des TIA-Portals (Wir berichteten bereits im Vorfeld der Messe). Auch das Motion-Control-System Simotion ist jetzt in das Engineering Framework integriert. Von der Masse her liegt der Schwerpunkt des Konzerns jedoch auf der Hard- und nicht auf der Software.

IPC: Mehr Prozessor- und Grafikleistung

So stellt das Unternehmen seine neue Industrie-PC-Familie vor – die Generation D. Die IPCs wurden mit leistungsstarken Intel-Mehrkenprozessoren Xeon sowie i3 bis i7 aufgerüstet. Damit sind sie 60 bis 180 % schneller als ihre Vorgängergeneration. Auch die Grafikleistung ist höher. Die in der CPU integrierte HD-Onboard-Grafik mit Dynamic Frequency bietet jetzt eine dreimal so hohe Grafikleistung. Die IPCs unterstützen die PC-Schnittstellentechnologie PCIe 3.0 und USB 3.0. Für hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit stehen sichere Massenspeicher und Raid-Systeme mit automatischer Wiederherstellung ohne Festplattenwechsel zur Verfügung. Durch die Displayport- und DVI-Grafikschnittstellen lassen sich Dual- und Multimonitoring Anwendungen einfach realisieren. Eine optionale PCIe-x16-Grafikkarte ermöglicht außerdem den Anschluss von bis zu fünf Monitoren. Die integrierte Active Management Technology Intel AMT 9.0 ermöglicht Remote-Management für eine passwortgeschützte Ferndiagnose und -wartung. Alle Geräte bieten zudem eine schnelle Systemdiagnose durch Status-LEDs und eine vorinstallierte Diagnose-Software. Mit den verlustleistungsarme Netzteilen mit 80 % Wirkungsgrad und Wake-On-LAN-Funktion laufen die IPCs energiesparend im 24-Stunden-Dauereinsatz. Im Detail besteht sie neue Serie aus dem kompakten Box-PC Simatic IPC627D, dem vielseitig erweiterbaren Box-PC Simatic IPC827D und dem mit 22″-Full-HD-Widescreen-Display erhältlichen Panel-PC Simatic IPC677D.

Selbstkühlung ermöglicht breiteren Einsatz von Torquemotoren

Im Bereich Antriebstechnik erweitert Siemens die Simotics-Einbau-Torquemotoren um eine selbstgekühlte Variante. Mit dieser Variante lassen sich drehmomentstarke Synchronmaschinen auch dort nutzen, wo Motoren mit Wasserkühlung nicht in Frage kommen. Die selbstgekühlten Einbau-Torquemotoren eignen sich vor allem für Anwendungen, für die ein relativ langsam laufender Direktantrieb bei hoher Drehmomentabgabe gebraucht wird, beispielsweise zum Antrieb von Walzen oder von Schwenkachsen in Messmaschinen. Da die Wicklungen des Ständers (Stator) vergossen sind, sind die Motoren robust genug auch für raue Anwendungen. Für eine zusätzliche Luftstromkühlung ist der Ständer zudem mit Kühlrippen an der Mantelfläche ausgeführt. Über diese wird die von der Ständerwicklung erzeugte Verlustwärme an die Umgebungsluft abgeführt.

Die neue Variante innerhalb der Reihe Simotics T-1FW6 ist in den Baugrößen 50 (Außendurchmesser 159 mm) und 60 (Außendurchmesser 184 mm) erhältlich. Die neuen Motoren stehen jeweils in fünf Achslängen pro Baugröße zur Verfügung und bieten genau wie die wassergekühlten Varianten Maximalmomente von 34,4 bis 339 Nm.

Kurz und knapp – Die sonstigen SPS-Neuheiten von Siemens

  • Die einphasige Stromversorgung Sitop PSU100P für die Wandmontage ist robuste in IP67 ausgeführt. Sie liefert konstant 24 V Spannung mit 5 und 8 A Stromstärke bei einem Wirkungsgrad von bis zu 93 %.
  • Die Scada-Software Simatic WinCC V7.2 kann jetzt mit dem Paket WinCC/Performancemonitor anlagenspezifische Kenntzahlen (KPIs) berechnen und analysieren.
  • Für die dezentrale Peripherie Simatic ET 200MP gibt es jetzt schmale IO-Module mit 25 mm Breite. Damit lassen sich auf eine Standard-Profilschiene von 830 mm bis zu 30 Module montieren. Die neuen Module lassen sich mit den bereits im Markt etablierten 35-mm-Baugruppen gleichen Aufbaus kombinieren.
  • Das Modul TM Count 1x24V für 24-V-Eingangs-Signale ist eine Zählerbaugruppe für Zähl- und Messaufgaben sowie die Positionserfassung mit Inkrementalgebern. Sie gehört zur dezentralen Peripherie Simatic ET 200S.
  • Mit der Lizenzsoftware Pat-Genius erweitert Siemens die Funktionen seiner Codeleser Simatic MV440 um Objekterkennung.
  • Die Motoren aus dem Simotics-XP-Portfolio wurden um explosionsgeschützte Varianten im Graugussgehäuse ergänzt.
  • Die neuen ScalanceW Access Points und Client Modules können entweder kostengünstig mit 150 Mbit/s Bandbreite funken oder in der robusteren Variante mit 300 Mbit/s Bandbreite nach Standard IEEE 802.11n