Bild 3: Neue Push-in-Reihenklemme: die PT 6-T P/P HV verfügt über zwei integrierte berührgeschützte 4-mm-Prüfbuchsen, zwei Brückenschächte und vier Markierungszonen  – durch das umfassende Zubehör an farbkodierten Trenn– und Blindsteckern werden Schaltungsaufgaben übersichtlicher.

Bild 3: Neue Push-in-Reihenklemme: die PT 6-T P/P HV verfügt über zwei integrierte berührgeschützte 4-mm-Prüfbuchsen, zwei Brückenschächte und vier Markierungszonen – durch das umfassende Zubehör an farbkodierten Trenn– und Blindsteckern werden Schaltungsaufgaben übersichtlicher. Phoenix Contact

Bild 4: Robuster Trennstecker: das integrierte rote Farbplättchen verschwindet beim korrekten Verrasten des Trennsteckers vollständig und unsichtbar und bietet dem Anwender so auch eine optische Kontrollmöglichkeit.

Bild 4: Robuster Trennstecker: das integrierte rote Farbplättchen verschwindet beim korrekten Verrasten des Trennsteckers vollständig und unsichtbar und bietet dem Anwender so auch eine optische Kontrollmöglichkeit. Phoenix Contact

Für diese Anforderungen in der Bahnindustrie wurde bei Phoenix Contact eine neue Trennklemme – mit der Bezeichnung PT 6-T P/P HV – entwickelt, die besonders robust und leistungsfähig ist. Als Trennklemme kann sie für Nennspannungen bis 1000 V und Nennströme bis 32 A eingesetzt werden. Damit ist sie auch neben der reinen Sensorik und Aktorik für weitere Anwendungen einsetzbar – zum Beispiel für Schrankenantriebe oder Drehstrom­antriebe in Weichen. Die Reihenklemme besitzt einen abziehbaren Trennstecker, der besonders robust und ergonomisch ausgelegt wurde. Denn insbesondere im Bahnumfeld ist eine sicherbare Trennung des Signalpfades das A und O.

Damit der Trennstecker nicht verloren geht, wird das Messer einfach in die Parkposition gesteckt. Dazu wird der Stecker um 180° gedreht und mit dem Griff in die Steckzone der Reihenklemme geklipst. Im Metallteil des Steckers kann dann noch zusätzlich ein Kennzeichnungsschild montiert werden, eine entsprechende Bohrung dafür ist vorhanden. Der Trennstecker verfügt noch über eine weitere Besonderheit: Der Griff des aus grauem PA 6.6 (Polyamid 6.6, Nylon) gefertigten Trennmessers ist mit einem roten Farbplättchen versehen, das beim korrekten Einstecken des Steckers vollständig und unsichtbar verschwindet.

So kann der Bediener auch optisch kontrollieren, ob der Stecker festsitzt. Für die permanente Trennung eines Signalkreises steht ein Blind­stecker ohne elektrische Metallteile als sogenannter Wartungsstecker in anderen Farben – etwa blau – zur Verfügung. Zudem ist die Push-in-Reihenklemme PT 6-T P/P HV mit zwei berühr­geschützten integrierten 4-mm-Prüfbuchsen ausgestattet, die bereits für die neue Generation der Sicherheits-Messleitung bis CAT IV gemäß IEC/EN 61010-031 ausgelegt sind.

Für Wartungs- und Signalverteilungs-Zwecke ist die Reihenklemme mit zwei Brückenschächten ausgerüstet, die vor und hinter dem Trennmesser angebracht sind. Diese Konstruktionsart bietet den Vorteil, dass beispielsweise während der Inbetriebnahme Abschnitte kurzzeitig mittels Steckbrücke kurzgeschlossen werden können, oder dass Signale redundant verteilt werden können. Der Brückenschacht bietet die Möglichkeit, ein von oben gut lesbares Bezeichnungsschild aufzunehmen, das über der gesteckten oder über der nicht gesteckten Brücke jeweils als flaches Zackband eingerastet wird. Somit bietet sie mit insgesamt vier Markierungszonen viel Identifi­kations­fläche.

Als Anschlusstechnik kommt auch hier die schock- und vibrationsfeste Push-in-Technik zum Einsatz, die bei dieser Reihenklemme in einem leicht um zehn Grad angeschrägten Gehäuse untergebracht ist (siehe Kastentext). Diese Anordnung bietet auch bei starren Leitern mit geringem Biegeradius einen hohen Verdrahtungskomfort (Bilder 3 und 4).

EN 50125-3 – Schock- & Vibrationsprüfungen für Komponenten in der Bahnsignalisierung

Bei der Bewertung von Reihenklemmen im Hinblick auf Schock- & Vibrationsfestigkeit werden die Standards EN 50155 und IEC 616373 zugrunde gelegt. Die Signalisierungsumgebung erfordert aber – zumindest in Europa – die Erfüllung eines anderen Standards, nämlich die EN 50125-3. In den Kapiteln 4.13.1 und 4.13.2 (Normenstand 2003) wird beschrieben, dass die reale Ermittlung der Schock- & Schwingungsbelastung ausgehend von der Schiene mitunter schwierig ist. Der Grund liegt primär darin, dass durch unter­schiedliche Geschwindigkeiten der Züge auch völlig unterschiedliche Parameter entstehen können – etwa bei der Qualität des Oberbaus oder der Achslast. So wurden vier Schärfegrade festgelegt, die, ausgehend vom Einbauort für Komponenten in deren Umfeld, eine entsprechend hohe Anforderung aufweisen. Dabei ist die Belastung um so höher, je näher sich die Komponente an der Schiene befindet. Für Reihenklemmen sind Einbauorte in der Kategorie C3 im Gleisbett sowie C4 außerhalb des Gleises mit 1 bis 3 m Abstand entsprechend qualifiziert und geprüft.

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