Bild 4: Neue Anwendungsfelder in Fitnesstrackern und Smartwatches.

Bild 4: Neue Anwendungsfelder in Fitnesstrackern und Smartwatches. Osram

Zusammengenommen entspricht die Weiterentwicklung einem Effizienzgewinn von 40 % für das gesamte grüne UX:3-Portfolio von Osram. Bei 350 mA erreichen 1 mm2-UX:3-Chips mit der neuen Technologie Effizienz-Werte jenseits von 175 lm/W bei Wellenlängen um 530 nm. Noch größere Effizienzgewinne sind bei kleinen Stromdichten zu verzeichnen (Bild 3). Bezogen auf 1 mm2-UX:3-Chips sind bei Strömen um 40 mA, Effizienz-Werte von über 300 lm/W realisierbar.

Mit diesen Ergebnissen ist ein Vorstoß in völlig neue Effizienzbereiche möglich, die bisher nur mit phosphorkonvertierten Emittern und signifikant reduzierter spektraler Güte erreichbar waren. Dies macht die Adaptierung der Technologie attraktiv für viele zusätzliche Anwendungsfelder.

Anwendungsfelder

Die Effizienzsteigerung um 40 % bei aktuellen Nennstromdichten erlaubt beispielsweise erheblich längere Batterielaufzeiten bei mobilen Geräten. Grüne Leuchtdioden werden unter anderem in Fitnesstrackern und Smartwatches verwendet, um biometrische Informationen wie den Pulsschlag aufzuzeichnen (Bild 4). Es gibt zudem bereits weiterführende Forschungen für neue Anwendungsmöglichkeiten: Die Universität Stanford untersucht in einer großangelegten Studie die Erkennung von Herzkrankheiten mit Hilfe der Pulsmessung durch grüne LEDs.

Besonders für Anwendungen, in denen rote, blaue und grüne (RBG) LEDs kombiniert eingesetzt werden, ergeben sich durch die neuesten technologischen Errungenschaften wie bereits erwähnt große Vorteile. Da nun alle drei Farben eine Spannung von unter 3 V aufweisen, können die bisher auf höhere maximale Spannungen ausgelegten Treiber geringer dimensioniert werden. Das verringert nicht nur die sogenannte dissipative Verlustleistung und sorgt für eine gewisse Kostenreduktion sondern erleichtert Kunden durch die Platzersparnis gleichzeitig das Design künftiger Produkte. Beispielsweise werden solche RBG-Lösungen vermehrt in Videowänden (englisch „videowalls“) eingesetzt.
Aktuell arbeiten die Entwickler bereits an weiteren Verbesserungen, deren Potenziale die jüngsten Erkenntnisse sichtbar gemacht haben.

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