Laborleiter Jörg Trodler im Heraeus-SMT-Labor.

Laborleiter Jörg Trodler im Heraeus-SMT-Labor.W. C. Heraeus

Dabei kann Heraeus an eigenen Produkten forschen, erhält aber gleichzeitig wichtige Rückmeldungen der Anwender sowie aus der Praxis und Kunden profitieren von der 160-jährigen Erfahrung des Edelmetall- und Technologiekonzerns.

Jörg Trodler, Leiter SMT-Labor, erklärt dazu: „Wir untersuchen alle Anwendungen in denen Materialien von Heraeus zu finden sind. Sei es in der SMT-Technologie, der Leistungselektronik oder dem Waferbumping.“

Die modernen Maschinen im SMT-Labor stammen von internationalen Partnern und Marktführern. Neben der Entwicklung von anwenderspezifischen Lösungen arbeitet Heraeus eng mit Instituten, Forschungseinrichtungen, Normengremien und Hochschulen zusammen, wie z. B. Fraunhofer ICM, TU Dresden, Uni Rostock, FAPS (Uni Erlangen), ZVEI sowie das DIN. Zusätzlich erarbeitet das SMT-Labor, in Kooperation mit Normengremien, Spezifikationen und Rahmenrichtlinien – vor allem im Weichlotbereich sowie bei Legierungen für die Aufbau- und Verbindungstechnik.

Aktuell entwickelt das Team um Jörg Trodler diverse Projekte, wie z. B. eines, in dem es darum geht, innerhalb von Substraten und Bauelementen die Metallzusammensetzung zu vereinfachen. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der lokalen exothermen Reaktion im Lotwerkstoff. Würde man diese verändern, würde sich infolge dessen die thermische Belastung in den Baugruppen beim Bearbeiten reduzieren.

Auch in der Aufbau- und Verbindungstechnik sind die Ingenieure aktiv. Hier möchte man höhere thermische Lasten in Kombination von Legierung und Leistungsbaugruppe erreichen. Dazu entwickeln die Labortechniker gezielte Modifikationen und Verfahren. Anwendungsbereiche sehen die Entwickler vor allem in der Leistungselektronik im Automobilbau.

Diverse Förderprojekte von und mit dem BMBF runden das vielfältige Aufgabenspektrum vom SMT-Labor des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus ab.