all-electronics hat eine Umfrage bei einer Reihe von Elektronik-Unternehmen zum Thema Umgang mit der Corona-Krise gestartet. Die Unternehmen berichten, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, wie sie sich auf das Hochfahren der Geschäftstätigkeit vorbereiten und was sie von der Politik erwarten. In diesem Übersichtsbeitrag fassen wir die wichtigsten Aussagen zusammen.

Wie haben Sie sich bzw. ihr Unternehmen mit den Corona-Einschränkungen arrangiert? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um mit der Situation zurecht zu kommen?

CTX: Wir bei CTX haben in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

Um Ausfallzeiten in unseren Lieferketten aus Asien zu reduzieren, stellten wir soweit wie möglich von See- auf Bahnfracht um. Dies verkürzte die Lieferzeiten, so dass wir weiterhin pünktlich oder nur leicht verspätet liefern können.

CTX setzt in Zeiten von Corona verstärkt auf den Bahntransport.

CTX setzt in Zeiten von Corona verstärkt auf den Bahntransport. CTX

Unsere Büro-Mitarbeiter arbeiten teilweise im Büro und teilweise im Homeoffice insbesondere die Mitarbeiter, die ihre Kinder betreuen müssen. Da unsere IT gut vorbereitet war, lief die Umstellung problemlos. In der Logistik und im Lager wird im Zwei-Schicht-System gearbeitet.

In der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten nutzen wir verstärkt das Instrument der Videokonferenz, um Besprechungen vor Ort zu ersetzen.

Wie sieht die Exitstrategie aus, um zu einem ansatzweise „normalen“ Arbeitsalltag zurück zu kehren, und welchen Zeitraum planen Sie dafür ein?

CTX: Unsere Logistikketten funktionieren seit Ende März wieder einwandfrei und sind planbar. Wann wir zu den ursprünglichen Arbeitszeitmodellen zurückkehren können, wird sich zeigen. Wir rechnen aktuell damit, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wieder Normalität in den Arbeitsalltag einkehrt.

Werden die Corona-bedingten Einschränkungen ihren Arbeitsalltag und -organisation auch nach Ende der Epidemie nachhaltig verändern?

CTX: Sicherlich werden einige vorgenommene Veränderungen auch in der Zeit nach Corona weiter Anwendung finden. Dies betrifft beispielsweise Arbeitszeitmodelle, Digitalisierung von Arbeitsabläufen und Kommunikationslösungen

Welche Unterstützung seitens der Politik würden Sie sich dabei wünschen, bzw. welche Maßnahmen sind nötig, um wieder einen normalen Arbeitsalltag zu gewährleisten?

CTX: Alle liquiditätssichernden Maßnahmen, bei denen die Politik unterstützen kann, sind sinnvoll und wichtig, egal ob Verlängerung von Kurzarbeitergeld, Bürgschaften bei Krediten oder Steuerstundungen. Jedes Puzzleteil leistet einen wichtigen Beitrag.

Wie schätzen Sie die Folgen für Startups ein?

CTX: Eine Unternehmensgründung ist immer ein Abenteuer. Dies in einer solch ungewöhnlichen und unsicheren Zeit zu wagen, braucht viel Mut und Vertrauen in die eigene Idee. Dennoch gibt es für ungewöhnliche oder auch nützliche Ideen immer gute Startplattformen und Zukunftsaussichten. Die Beschaffung des notwendigen Startkapitals dürfte derzeit für viele Startups trotz guter Geschäftsidee schwierig sein.